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Eltern werden – Paar bleiben

Endlich zu dritt! – Und dann? Nach der Geburt und der Euphorie beginnt der Alltag mit Kind und das gewohnte Leben zu zweit steht erst mal Kopf. Neben Vaterfreude und Mutterglück kommen auch neue Herausforderungen für die Paarbeziehung. Das A und O ist es im Gespräch miteinander zu bleiben und vor allem auch heiklen Themen nicht aus dem Weg zu gehen. Zu den häufigsten Streitthemen gehören Haushalt und Geld. Hier gilt es Pflichten aufzuteilen und Absprachen zu treffen. Gerade beim Thema Geld sollten sich Paare als echtes Team verstehen, ihre Arbeit gegenseitig honorieren und auch gegebenenfalls sich bereits rechtzeitig darauf einrichten, dass man Ansprüche herunterschrauben muss.

Der Psychologe Manfred Bauer zieht als zentrale Erkenntnis aus seiner Studie: „Vor der Geburt ein zufriedenes Paar – nach der Geburt ein zufriedenes Paar.“ Streitthemen, die vor dem Elternwerden bereits ungeklärt blieben, verstärken sich oft in einem gestressten Umfeld. Gibt es solche ungeklärten Themen, sollten sie bald angegangen werden.

Parents giving piggyback ride to kids in countryside

Eltern werden, aber auch Liebespaar bleiben. Mit den folgenden Fragen können Sie über dieses Thema ins Gespräch kommen:

  • Bin ich mit der Verteilung der Hausarbeit zufrieden? Wie lassen sich die anfallenden Aufgaben fair teilen?

  • Gibt es Reizthemen, die wir (in aller Ruhe! Und nacheinander!) einmal angehen sollten?

  • Fühle ich mich von meinem Partner wertgeschätzt? Wo wünsche ich mir mehr Anerkennung?

  • Wie teilen wir unser Geld? Wo wollen/müssen wir Abstriche machen? Was ist mir wichtig?

Vergessen Sie nicht: individuelle und kreative Lösungen, die zu Ihnen passen, sind der Schlüssel zum Ziel.

Bildquelle: http://www.vorname.com/ratgeber/wp-content/uploads/2013/07/eltern-kind-beziehung.jpg

Wachstum – mit Kopf und Herz

Pater Kentenich, der Gründer der Schönstattbewegung, spricht von Wachstumsgesetzen für die Entfaltung der menschlichen Person. Jeder Lebensprozess unterliegt allgemeinen Wachstumsgesetzen, die sich auch auf die Beziehungsentwicklung übertragen lassen. Im Laufe der Beziehung dürfen wir als Paar spüren, wie wir zusammen wachsen – in die Tiefe und in die Höhe!

herz-kopf-balance

Die Wachstumsgesetze setzen sich wiefolgt zusammen:

1) Wachstum geht langsam

Jede Beziehung braucht Zeit. Zeit zum Entwickeln und zum Kennen lernen – Zeit, um eine gemeinsame Gesprächskultur zu entwickeln – Zeit, in der man lernt zu streiten und sich wieder zu versöhnen – Zeit, um den Partner immer besser (blind) zu verstehen.
Zeit zum zusammen wachsen.

2) Wachstum geschieht von innen heraus

Es kann hilfreich sein, sich Anregungen für die Beziehung von „außen“ zu holen. Anregungen können das Lesen von Büchern, der Austausch mit anderen Paaren oder der Besuch eines Beziehungsseminars etc. sein.

Aber: Alles Gelesene, Gehörte, Empfohlene ist untauglich, wenn es nicht der inneren Überzeugung und dem Empfinden der Partner entspricht. Wenn etwas wachsen soll, dann muss es von innen heraus geschehen – d.h. es muss verinnerlicht sein. Etwas von außen an die Beziehung „Angepapptes“ taugt nichts!

3) Wachstum geht gleichzeitig aber nicht gleichmäßig

In der Beziehung wird es immer wieder einzelne Aspekte geben, die besonders in den Blick genommen werden. Das können die unterschiedlichsten Dinge (Gespräch, Hobbies, Entscheidungen, …) sein. Durch die Beschäftigung mit einem konkreten Punkt, wächst die Beziehung manchmal an dieser Stelle schneller, als an den anderen. Das heißt aber nicht, dass der Rest nicht auch wächst – eben einfach etwas weniger schnell.

4) Das Stadiengesetz

Manchmal entdeckt man eine neue, besondere Tiefe in der Beziehung, ohne eine spezielle Ursache ausmachen zu können. Darüber kann man sich schlicht und ergreifend freuen und darauf vertrauen, dass es solche Momente immer wieder geben wird! Wachstum ist weder reine Kopf- noch reine Herzsache. Eine gesunde Mischung aus aktiv mit dem Kopf steuern und einem offenen Herzen (und Geduld) ist das Rezept!

Anregungen zum Austausch

  • Welche Ereignisse haben uns im Laufe unserer Beziehung zusammenwachsen lassen? Während welcher Lebensphase haben wir näher zusammengefunden? Gab es dafür einen Grund?

  • Wo oder woran wachsen wir gerade?

  • Wo wünsche ich mir noch mehr Wachstum in unserer Beziehung?

 

Bildquelle: https://www.taste-of-power.de/balance-zwischen-kopf-und-herz/

Gute Erholung!?

Ferien! Endlich! Für Familien mit größeren Kindern haben vor kurzem die Sommerferien begonnen und der gewohnte Alltag aus Schule, Arbeit und sonstigen Verpflichtungen wird unterbrochen. Die Abschlussfeiern, Konzerte, Theateraufführungen sind vorbei und die Zeugnisse ausgeteilt. Nun stehen die lang ersehnten Ferien mit Freizeitprogramm oder Sommerurlaub bevor. Zu einem gelungenen Urlaub und schönen Ferien tragen laut Experten der richtige Mix aus Entspannung und Aktivsein bei. Vor allem soll sich der Urlaub aber vom Alltag unterscheiden. So tritt rein medizinisch der Urlaubseffekt nach etwa fünf bis sieben Tagen ein, z.B. durch einen gesunkenen Blutdruck und Ruhepuls. Ferien und Urlaub unterbrechen aber auch unseren eingespielten und von Ritualen geprägten Alltag und schaffen so eventuell Raum für Konflikte und bei übermotivierten Urlaubern Freizeitstress. Daher empfiehlt es sich vorab, Wünsche und Vorstellungen für die Ferien als Paar und als Familie abzuklären.

kurzurlaub

Was war im letzten Sommerurlaub / den letzten Sommerferien toll? Was wollen wir davon wiederholen?

Was hat zu Stress oder Streit geführt? Gibt es Möglichkeiten dies zu vermeiden?

Welche Aktivitäten wollen wir unbedingt unternehmen? Als Paar / als Familie?

Was wünsche ich mir, um mich wirklich zu erholen?

Bildquelle:

http://www.lifeline.de/beauty-und-wellness/urlaub-und-reisen/im-urlaub-richtig-erholen-so-gehts-id111911.html

positives Lebensgefühl

Zu einem zufriedenen Alltagsleben und einem positiven Lebensgefühl tragen nach dem Psychologen Klaus Glas hauptsächlich vier Aspekte bei. Das ist erstens unser Selbstwertgefühl, das von guten Gedanken geprägt wird. Es drückt sich in den Emotionen „Ich bin wertvoll. Ich erfahre Wertschätzung.“ aus. Der zweite Aspekt ist Klarheit und Kontrolle, das sich beispielsweise durch Partnergespräche beeinflussen lässt. Das Gefühl ist „Ich blicke durch. Ich habe alles im Griff.“ Bindung und Vertrauen tragen als drittes Element zu einem positivem Lebensgefühl bei: „Ich gehöre dazu. Ich kann jemandem vertrauen.“ Schließlich der vierte und letzte Aspekt ist die Lust und Lebensfreude, die durch gemeinsame Planung und Freizeitaktivitäten beeinflusst wird. Die Empfindung: „Ich kann genießen. Ich fühle mich lebendig.“

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Wir laden Sie heute ein, sich über diese Aspekte auszutauschen oder sich eine Frage im Besonderen herauszusuchen.

Welches Adjektiv beschreibt mein aktuelles Lebensgefühl am Besten?

Wo oder durch wen erlebe ich Wertschätzung?

Was gelingt mir gerade besonders gut? Was belastet mich, weil ich es nicht unter Kontrolle habe?

Bei welchen Personen bzw. Personengruppen kann ich ganz ich selbst sein?

In welchen Momenten fühle ich mich lebendig?

Bildquelle: http://www.gedankenkraft.info/positives-denken.jpg 

Inhaltliche Quelle : http://www.hoffnungsvoll-leben.de/assets/artikeldownloads/Positives-Lebensgefhl-Abbildung.pdf

WIR und die Öffentlichkeit

Als Person wirken wir auf die Menschen in unserem Umfeld – bewusst und unbewusst. Ähnlich der Aussage von Paul Watzalwick „Man kann nicht nicht kommunizieren“, so kann man auch „nicht nicht WIRKEN“. Auch als Paar haben wir eine Ausstrahlung und Wirkung auf andere Menschen. Unter anderem hängen sie von der Art und Weise ab, wie wir miteinander sprechen, egal ob das nun Fragen an den Partner, Aufforderungen oder ähnliches sind. Darüber hinaus wirkt auch das unausgesprochene Wort, also unsere gemeinsamen Gesten, wie wir uns berühren oder uns anschauen.

Wichtig für unsere Ausstrahlung ist aber auch wie wir als Paar wirken, wenn wir alleine unterwegs sind: Indem WIE wir über den jeweils anderen sprechen und welche Geschichten wir über ihn und uns beide preis geben. Das wirft die Frage nach dem WIR und der ÖFFENTLICHKEIT auf.

Das WIR umfasst dabei die gesamte Partnerschaft mit allen Erlebnissen. Die ÖFFENTLICHKEIT ist dort, wo wir mit anderen zusammen sind. Die Schnittmenge, also das, was wir von unserer Beziehung in die Öffentlichkeit tragen, sollte für beide Seiten klar sein. Manche Themen der Partnerschaft sind wie ein Geheimnis – je mehr wir davon wissen, desto weniger „interessant“ sind sie.

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Wir wollen Sie heute dazu einladen, ein Gespür (weiter-)zu entwickeln und im Gespräch darüber zu bleiben:

  • Was und wie erzähle ich über meinen Partner?
  • Wie wollen wir als Paar auftreten, was ist uns dabei wichtig?
  • Was geben wir über uns preis (Gesten, Zärtlichkeiten)?
  • Welche Themen und Erlebnisse „gehören“ nur uns beiden?

Quelle: http://www.aktikom.de/images/_ausstrahlung_120.jpg

Praying together. Staying together.

Es ist nicht immer leicht, eine Ehe lebendig zu halten. Darum werden oft viele Probleme und Konflikte miteinander durchdiskutiert und aufgearbeitet, so können wir einander besser verstehen lernen. Eine weitere Chance bietet auch das gemeinsame Gebet. In den USA sagt man: „Praying together. Staying together.“ Denn Beten verbindet auf einer tieferliegenden Ebene. Als christliches Ehepaar dürfen wir darauf vertrauen, dass wir nicht alles alleine machen müssen, sondern uns wirklich auf Gott verlassen dürfen. Er verspricht im Sakrament der Ehe als Dritter im Bund den Weg mitzugehen. Zugleich ist Beten wohl ein sehr intimer und persönlicher Vorgang und mag bei den ersten Versuchen vielleicht auch etwas Unwohlsein auslösen, denn gemeinsames Beten braucht Vertrauen und dazu auch etwas Übung. il_570xN.662295821_otmiLassen Sie das Gebet zu einem Ritual werden und versuchen Sie es in den Alltag einzubauen. Eine wichtige Erkenntnis, die wir uns von Martin Luther abschauen können: „Heute habe ich besonders viel zu tun, darum muss ich mir besonders viel Zeit zum Beten nehmen.“ Das gemeinsame Gebet gibt Gelegenheit achtsam auf Gott und auf sich als Paar zu hören. Es soll keine fromme Leistung sein, sondern von Innen heraus kommen. Wenn Gebet Herzenssache ist und Herzenssprache, dann geht es auch Gott zu Herzen.

Wir wollen Sie heute dazu einladen über ihr gemeinsames Gebet ins Gespräch zu kommen – egal, ob Sie es schon tun oder erste gemeinsame Schritte gehen wollen.

Wie sieht unser gemeinsames Gebetsleben aktuell aus?

Wann beten wir? Schaffen wir es als Ritual in unseren Alltag einzubauen und auch Feiertage als solche zu nutzen?

Welche Formen hat unser Gebet? (Freie oder bekannte Gebete? Krugpost in unserem Hausheiligtum? Beten füreinander? …)

Was würde uns für ein lebendiges Gebetsleben gut tun?

Quelle: https://img1.etsystatic.com/051/0/9137422/il_570xN.662295821_otmi.jpg

Frühling

“Gott, wir danken dir für alles neue Leben: Das Aufblühen der Natur.  Die Freuden des Alltags. Alle Neuanfänge, die du uns schenkst. Die Auferstehung deines Sohnes. Die Hoffnung, die wir daraus schöpfen.”

Nach den Kartagen dürfen wir uns an Ostern über die Auferstehung Jesu freuen, der auch uns Anteil nehmen lässt und Hoffnung schenkt. Ostern fällt auch in die Zeit des Frühlings. Wir können beobachten, wie die Natur zu neuem Leben erwacht und die ersten grünen Blätter und bunten Blüten ihren Weg zur Sonne suchen. Wir dürfen ebenfalls die wärmenden Sonnenstrahlen in uns aufnehmen und nach dem Winter mit aufblühen.

Wir wollen Sie in diesem Paargespräch einladen, sich darüber auszutauschen, was Sie aufblühen lässt, was Ihnen und Ihrem Partner immer wieder neu Kraft und Motivation gibt.

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Wo blühe ich auf?

Wie kann mir mein Partner dabei helfen, dass ich Raum dafür finde?

Wo blühen wir gemeinsam auf, was tut uns gut?

Wie bauen wir dies in unseren Alltag ein?

Bildquelle: http://www.horizonworld.de/tag/selbstvertrauen/

Fastenzeit – unsere Vorbereitung auf Ostern

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Die Fastenzeit lädt uns ein, uns auf Ostern vorzubereiten und uns Zeit zur Besinnung zu nehmen. Oft verzichtet man auf Alkohol, Süßigkeiten oder auch immer öfter auf den Besuch von Facebook oder ähnlicher Seiten sozialer Medien. Das fällt manchmal gar nicht so leicht…
Doch es lohnt sich! In dem aktuellen Lied der Band Silbermond heißt es:

„Du siehst dich um in deiner Wohnung,
Siehst ein Kabinett aus Sinnlosigkeiten.
Siehst das Ergebnis von kaufen
und kaufen von Dingen,
von denen man denkt
man würde sie irgendwann brauchen…
Eines Tages fällt dir auf,
dass du 99% nicht brauchst.“

Die Fastenzeit will, dass aus diesem „eines Tages“ das Heute wird und wir Gelegenheit finden, lange Aufgeschobenes anzupacken.
Es ist aber auch wichtig, dass wir in dieser besonderen Zeit den Verstand und das Herz beachten, indem wir Zeit für die innere Vorbereitung und Besinnung auf Ostern finden. Gott zeigt sich in seiner vollen Größe auf ganz ungewöhnliche Weise und zeigt, dass Schwaches ganz Stark sein kann.

Wie geht es mir aktuell mit meinen Fastenvorsätzen? Welche positiven Seiten kann ich im Fasten und Verzichten erkennen?

Gibt es einen gemeinsamen Fastenvorsatz für uns als Paar / Familie?

Gibt es in unserer Wohnung bzw. unserem Haus Dinge, die wir gerne weitergeben (spenden / verkaufen wollen) um den Blick auf das Wesentliche zu schärfen?

Wo könnten wir uns Zeit nehmen um im Alltag ein paar Minuten der Ruhe und Besinnung zu finden?

 

Bildquelle: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/media.media.29bdbea7-1a37-4b46-b1cd-530303b05bf6.normalized.jpeg

Fastnacht – in welche Rollen schlüpfen wir?

Fastnacht ist viel mehr als ein Termin im Kalender. Fastnacht, Fasching, Karneval, Fasnet hält Jecken und Narren über Tage und Wochen in Atem. Kein Wunder, denn die fünfte Jahreszeit bietet Großen wie Kleinen die Gelegenheit sich selbst einmal anders zu erleben und in neue Rollen zu schlüpfen

Wir alle sind in ganz unterschiedlichen Rollen unterwegs. Die Rolle „Ich selbst als Person“. Die Rolle, Partnerin/Partner zu sein, Mutter/Vater, Sohn/Tochter, Nachbarin/Nachbar, Führungskraft, Mitarbeiter/Mitarbeiterin etc.

lebensrollen (1)

Überlegen Sie im Februar-Paargespräch doch einmal:

Welche Rollen nehme ich im Laufe eines Tages ein?

Welche Gefühle kommen in mir auf, wenn ich meine verschiedenen Rollen nach und nach kurz in den Blick nehme?

Welche Erwartungen, werden an mich gerichtet (z.B. in meiner Arbeitsstelle oder zu Hause?

Was bereitet mir dabei Freude, vielleicht aber auch Sorgen?

Am 10. Februar endet die Faschingszeit und leitet mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit ein.

Was bedeutet uns diese Tradition? Nehmen wir uns Vorsätze? Wenn ja, welche?

Bildquelle: http://www.erfolgreich-im-leben.com/blog/lebensfuehrung/welche-rollen-spielen-sie-im-leben.html