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Ein Päckchen voller Leben

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – ein guter Anlass, sich umzudrehen und auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken. Dazu ist uns ein kleines Gedicht in die Hände gefallen:

Ein Jahr verabschiedet sich,
doch nicht, ohne uns
ein wertvolles Geschenk zu hinterlassen.
Es ist ein kleines Päckchen, gefüllt mit
Eindrücken und Bildern, die uns bewegt,
Begegnungen, die unsere Seele berührt und
Worten, die uns getröstet und gestärkt haben.
Ein Päckchen, gefüllt mit Erinnerungen
an Momente, in denen wir gelacht oder geweint,
genossen, getrauert, gehofft und gewagt haben.
Eben, ein Päckchen voller Leben…
Ob wir dieses Geschenk
in einer dunklen Schublade mit der Zeit vergessen
oder es wie einen Schatz in uns tragen,
liegt einzig an uns selbst.
(Sabine Büttiker-Riedel)

Wenn ICH an das vergangene Jahr zurück denke, fällt mir ein:

Daran bin ich gewachsen …

Das war schwierig für mich …

Das waren meine Glücksmomente …

Wenn WIR an das vergangen Jahr zurück denken, fällt uns ein:

Das hat uns als Paar gut getan …

Da haben wir Gottes Nähe besonders gespürt …

Das habe ich besonders an dir geschätzt …

Für das neue Jahr 2018 wünsche ich mir / wünschen wir uns …

Ab auf die Ofenbank

„Ein ehrfürchtiges Verstehen. Das ist das Allerwichtigste. Ehrfurcht ist der Angelpunkt der Welt! Wenn die Türe aus den Angeln gehoben ist, kann jeder Windstoß sie umwerfen.“ (Pater Josef Kentenich)

Es ist Advent! Es ist die Jahreszeit, in der wir uns auf das Fest der Geburt Jesu vorbereiten. Wir feiern an Weihnachten die Menschwerdung Gottes. Wieso fällt es uns so schwer in dieser eigtl. besinnlichen Zeit der Hektik des Alltags und die Panik vor dem großen Weihnachtstress zu entkommen? Auf einer Tagung hörten wir von einer Übung, die uns Zeit schenken soll und die Ehrfurcht voreinander fördern kann: Die Ofenbank.

Zwei Eheleute hatten ein Abendritual. Sie nahmen täglich auf ihrem Lieblingsplatz, der Ofenbank platz, und jeder erzählte ein paar Minuten von den Eindrücken und Erlebnissen des Tages. Was war schön? Wo war heute eine Spur Gottes zu finden? Welche Dinge gehen mir nach? Wo möchte ich etwas verändern? Im Anschluss kommt der Partner an die Reihe. Sich enfach mal den Tag von der Seele reden und den anderen zuhören lassen. Das tut gut.

Eine Idee für die Zeit zu Zweit: Im Advent nehmen wir uns bewusst ZEIT für einander als Paar um dem schnellen Alltag entgegenzuwirken. Mit einer täglichen Übung „Ofenbank“ wollen wir die Routine und die Schnelllebigkeit durchbrechen und uns der besinnlichen Adventszeit verfügbar machen. Einer erzählt, der andere hört zu.

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Erziehung – was ist unser Stil?

Mit nun etwas mehr als zwei Jahren hat unser Sohn sehr offensichtlich seinen eigenen Willen entdeckt und wir merken, dass es mit der reinen Bedürfnisbefriedigung – Essen, Trinken, Wärme und einer trockenen Windel – längst nicht mehr getan ist. Auf dem Spielplatz beobachten wir bei anderen Eltern immer wieder die „Drei Säulen erfolgreicher Kleinkinder-Erziehung: Bestechung, Erpressung, Drohung“. Auch wir ertappen uns immer wieder dabei und suchen nach anderen Möglichkeiten. Dass Fragen nach der richtigen Erziehung auch die Beziehung herausfordert, sieht man daran, dass sie zu den TOP 10 der Streitthemen in Beziehungen gehört. Die Flut an Ratgebern und Artikeln in Elternzeitschriften macht das Ganze nicht gerade einfacher. Vor kurzem haben wir auf einen Tipp eines Psychologen hin, das Buch „Die 10 Gebote der Erziehung“ von Laurence Steinberg für uns entdeckt, das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Eine gute Kurzzusammenfassung findet sich auch auf www.hoffnungsvoll-leben.de. Egal ob man nun Ratgeber liest oder nicht, wichtig scheint es, sich als Eltern immer wieder darüber auszutauschen, wie wollen WIR es angehen. Wir laden ein, dies zum Thema des nächsten Ehe-Abends zu machen.

Wie zufrieden sind wir aktuell mit der Erziehung unserer Kinder?
Welche Themenbereiche fordern uns gerade besonders heraus?
Wo wollen wir unseren Kindern ganz bewusst ein besonderes Vorbild sein?

Reziprozität oder ein kleines Prinzip für eine glückliche Beziehung

Reziprozität – ein schwieriger Begriff für eine eigentlich einfache Sache. Es meint das Prinzip der Gegenseitigkeit, also ein Grundprinzip menschlichen Handelns. Reziprokes, also gegenseitiges bzw. wechselseitiges, Verhalten finden wir in fast allen Beziehungen. Besonders am Anfang der Beziehung machen wir uns viel Mühe dem Partner Gutes zu tun. Ein Grund für die „rosarote Brille“ in der Anfangsphase. Eine gute Beziehung ist geprägt von gegenseitigem Geben und Nehmen. Dies bedeutet nicht, dass es phasenweise unterschiedlich ist. Dies soll und darf auch sein, doch im Gesamtgefüge sollte es sich die Waage halten. Die Zufriedenheit in der Beziehung hängt entscheidend davon ab, ob ich von meinem Partner Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahre. Werde ich wertgeschätzt und verwöhnt, tue ich das auch im Gegenzug für meinen Partner. Dies ergibt eine positive Aufwärtsspirale. Doch auch das Gegenteil kann eintreten, wenn sich die Partner gegenseitig vernachlässigen und eine negative, kritische Grundstimmung in der Beziehung entsteht. Um aus der Spirale auszubrechen ist der positive Ansatz gefragt, indem wir unseren Blick auf die guten Seiten unseres Partners richten und ihm dies auch rückmelden.

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  • Wie zeigen wir einander unsere Wertschätzung?
  • Wann erfahre ich mich als Gebender bzw. Nehmender?
  • Wofür will ich meinem Partner Danke sagen bzw. ihn loben?
  • Wie kann mich mein Partner am Besten verwöhnen?

Bildquelle: http://andreassobing.de/tag/reziprozitaet/

Heimat & Geborgenheit

“ Wo wir Geborgenheit geben und finden, da ist Heimat.” (Josef Kentenich)

Unser zu Hause will ein solcher Ort sein. Ein Ort an dem ich mich mit meinem Partner oder meiner Familie ganz wohl und geborgen fühle. So, dass ich sagen kann: Das ist für mich Heimat.

Auch Gott will mit in unserem zu Hause wohnen und braucht dafür Platz. Es könnte ein Ort sein, an dem wir beten, wichtige Symbole oder Gegenstände ablegen, die uns gerade besondere Freude oder auch besondere Sorgen machen. Einen solchen Ort kennt man unter dem Namen Gebetsecke oder Gebetswinkel, in Schönstatt nennen wir ihn Hausheiligtum – ein Ort, an dem mitten in unserem Alltag der Himmel die Erde berührt.

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Machen Sie einen Rundgang durch ihre Wohnung:

  • Was ist mein/unser Lieblingsplätzchen? Warum?

  • Mit welchen Räumen/Ecken sind wir nicht zufrieden? Wie können wir sie umgestalten?

  • Haben wir ein Hausheiligtum? Wenn ja, wie halten wir es lebendig? Wenn nein, ist das etwas, was wir gerne hätten?

Beten als Paar

Das Gebet stellt nicht nur Verbindung mit dem Himmel, sondern auch mit geliebten Menschen und deren Sorgen her.“  (Josef Kentenich)

Ein Mensch öffnet sich anderen Menschen, wenn er mit ihnen auf einer ehrlichen Ebene spricht. Ein Mensch öffnet sich Gott, wenn er betet. Dabei schließt er automatisch all diejenigen mit ein, für die er betet. Für Gott müssen wir keine schönen Worte finden, von Herzen soll es kommen. Wir dürfen Gott bitten, danken, loben, aber auch klagen oder mit ihm diskutieren. Persönlich leben und gestalten wir unser Gebetsleben, doch beten wir auch als Paar? Das mag zu Beginn vielleicht etwas ungewohnt sein, denn das Beten ist ein sehr intimer Akt. Doch trauen Sie sich verschiedene Arten, Haltungen und Formen des Betens auszuprobieren und schauen Sie, was Ihnen gut tut.

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Folgende Fragen könnten als Anregung dienen:

  1. Was ist ihnen an ihrem persönlichen Gebet wichtig? Wie und wann beten Sie?
  2. Haben Sie Ihre Eltern beten hören? Wissen Sie, ob sie miteinander gebetet haben? Hatten Sie als Familie Gebetsgemeinschaft? Haben Ihre Eltern Ihnen gesagt, dass sie für Sie beten?
  3. Was mag das Haupthindernis sein, dass Paare nicht miteinander beten können?
  4. Wenn Sie schon miteinander beten: Sind wir zufrieden mit unserem Gebetsleben? Wollen wir etwas neues ausprobieren?
  5. Wenn Sie ein gemeinsames Gebetsleben neu starten: Wie könnten die ersten konkreten Schritte aussehen? (Freies Gebet/Fürbitten/vorformulierte Gebete/…)

Bildquelle: https://www.meinefamilie.at/beziehung/partnerschaft/als-ehepaar-gemeinsam-beten/ 

Weniger ist mehr?!

Kinderzeichnung …

Du hattest ein Viereck gemalt. 
Darüber ein Dreieck, 
darauf (an die Seite) zwei Striche mit
Rauch - fertig war das Haus
Man glaubt gar nicht, 
was man alles nicht braucht.

(Quelle: Rainer Kunze, Gedichte, 2001, S. 23)


haus-kinderzeichnungAn Kindern dürfen wir oftmals lernen uns wieder an den kleinen Dingen zu freuen und sie so richtig wert zu schätzen. Auch die Fastenzeit will unseren Blick wieder schärfen auf das Wichtige und Wesentliche, damit wir uns nicht im Alltäglichen verlieren.

Ursprünglich bedeutet das deutsche Wort „Verzicht“, dass wir „einen Anspruch (freiwillig) aufgeben“. Meine Entscheidung, meine innere Freiheit ist dabei gefragt. Ich verzichte auf etwas, worauf ich eigentlich ein Anrecht habe. Aus eigener Motivation heraus verzichte ich. Und oftmals wird der Verzicht ein Gewinn, ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr!

Vielleicht genieße ich gewisse Dinger wieder bewusster oder merke, dass ich manches überhaupt nicht brauche.

Der Kreativität der Fastenvorsätze sind dabei keine Grenzen gesetzt:

  • Weniger Süßigkeiten, Alkohol, Zucker – mehr bewusster Genuss
  • Weniger Nörgeleien – mehr Achtsamkeit für das Positive
  • Weniger facebook und whattsapp – mehr persönlichen Kontakt.
  • Weniger Stress – mehr Zeit füreinander
  • Weniger Fastfood – mehr Genuss beim Essen

Viel Spaß bei der Zeit zu Zweit in der Fastenzeit