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Mistkäfer oder Goldgräber

Vor ein paar Wochen hörten wir in einem Impuls einen interessanten Gedanken, ein Bild, das uns nachgegangen ist. Die Rednerin malte einen schwarzen Punkt auf ein großes weißes Blatt. Was sehen wir? Einen schwarzen Punkt! Da ist aber noch so viel weiße Fläche! Nur – die fällt uns nicht direkt sofort in den Blick …

Was nehmen wir wahr? Mit welchem Blick schauen wir? Das ist besonders wesentlich, wenn es darum geht, wie wir unseren Mann, unsere Frau wahrnehmen. Es fällt uns so leicht, die „schwarzen Flecken“ zu sehen, das was uns stört, lästig ist, unangenehm berührt. Das fällt uns auch so schnell in den Blick, und alles andere wird so leicht selbstverständlich!

Pater Kentenich, der Gründer der Schönstattbewegung, spricht vom Blick des Goldgräbers! Statt Mistkäfer zu sein und den Dreck zu suchen, schau ich auf das, was glänzt, was bereichert, was ein Schatz ist an meiner Seite. Der Goldgräber möchte das Gold finden! Er muss so viele dreckige Steine zur Seite legen, die beachtet er gar nicht. Er ist erfüllt von der Freude, ein Goldstück in den Händen zu halten!

Das brauchen wir als Ehepaare gar nicht! Da ist so viel mehr, das glänzt!

Unsere Wahrnehmung ist es wert wahrgenommen zu werden! Dabei ist es wichtig, die eigenen Wahrnehmungsmuster nicht zu werten! Nur wenn ich annehme, was ist und wertschätze, wie ich bin, habe ich eine tragfähige Ausgangsbasis zur Wachstum und Entwicklung. Anderes sein zu „wollen“ ist noch kein Wachstum … So möchten wir Sie anregen, Ihre eigenen Wahrnehmungsmuster zu entdecken.

Eine schöne Übung kann es auch sein, einmal eine bestimmte Zeit sehr bewusst den Goldgräberblick zu üben und im Paargespräch den folgenden Fragen nachzugehen.

  • Wie schauen wir einander an? Auf was achten wir immer besonders?

  • Welche „Brille“ haben wir auf, wenn unser Partner in unseren Augen etwas falsch macht?

  • Neigen wir eher dazu Mistkäfer oder Goldgräber zu sein?

  • Goldgräberblick: Wir sagen einander drei Dinge, die wir am anderen in dieser Woche geschätzt haben.

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Bildquelle: https://www.rubel.rub.de/file/821