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Die geöffneten Türen entdecken

Als Mensch und Christ fragen wir uns immer wieder wofür wir berufen sind. Dies gilt für den beruflichen Kontext ebenso wie für den privaten.

Auch als Ehepaar und Familie sind wir aufgefordert die Spuren Gottes zu suchen und ihnen zu folgen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns führt, indem er uns immer wieder Türen öffnet.

J. Kentenich, der Gründer der Schönstattbewegung, hat im Anschluss an den Apostel Paulus das „Gesetz der geöffneten Tür“ entwickelt. Paulus wie J. Kentenich waren von einer großen Vision erfüllt. Wie diese konkret umzusetzen ist, entwickelten beide jedoch nicht nur theoretisch, sondern sie ließen sich von Gott selbst in den jeweiligen Gegebenheiten immer wieder neu den Weg zeigen. Wenn sich eine Tür öffnet, eine Gelegenheit sich auftut, dann ist dies ein Wink Gottes: Hier geht es weiter! Manchmal verschließt der Geist Gottes auch Türen, dann öffnet er an anderen Stellen welche. Wenn Gott uns hier im Moment etwas verschließt, dann will er vielleicht unsere Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken. Im Bild von verschlossenen Türen bleiben auch die Realitäten nicht ausgeklammert, an denen sich gerade nichts bewegt, auch das darf und soll ehrlich benannt werden. Es gilt, sich dann aber wieder den offenen Türen zuzuwenden. Das Bild von der geöffneten Tür ist ein positives, nach vorne weisendes Bild. Es bewahrt davor, ständig gegen Gegebenheiten anzurennen, die im Moment nicht veränderbar sind. Der Fokus wird dadurch auf die Stellen gelenkt, an denen Bewegung und Leben möglich ist.

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und überlegen Sie, wo Sie in Ihrem Leben offene Türen vorgefunden haben. Das können „große“ und „kleine“ Türen gewesen sein, durch die Sie gegangen und welche Sie als Spur Gottes erlebt haben. Tauschen Sie Ihre Erfahrungen aus.

Legen Sie als nächsten Schritt den Fokus auf die Gegenwart und auf sich als Paar. Damit begeben Sie sich auf die Suche nach dem, was Gott als nächstes mit Ihnen vor hat.

Fragen Sie sich: ‚Was nehmen wir gerade wahr?‘, ‚Wo stehen gerade Türen offen, wo tun sich gerade welche auf?’

Hilfreich dazu sind auch Fotos von verschiedenen geöffneten Türen, die mit konkreten Ereignissen und Gegebenheiten verknüpft werden können.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/lost-places-abandoned-place-space-3035877/

Die fünf Sprachen der Liebe

Menschen kommunizieren aufgrund ihrer Persönlichkeit und Erfahrung unterschiedlich. Damit die Liebesbotschaften in einer Beziehung beim Partner ankommen, müssen wir dessen Liebessprache erlernen. Der amerikanische Paar- und Beziehungsberater Gary Chapman spricht in seinem Konzept der fünf Sprachen der Liebe vom Erlernen der Muttersprache des jeweils anderen.

Er sieht darin Beziehungssprachen, die in jeder Beziehung präsent sind und ein „Sich-geliebt-Fühlen“ ausdrücken.

Lob und Anerkennung

Menschen, die die Sprache „Lob und Anerkennung“ sprechen, zeigen ihre Zuneigung in Komplimenten, Ermutigungen, Respekt und Freundlichkeit. Für sie ist es eine Selbstverständlichkeit Leistungen zu loben.

Zweisamkeit – die Zeit nur für dich

Menschen dieser Sprache fühlen sich geliebt und anerkannt bei absoluter Zweisamkeit, z.B. einem gemeinsamen Abendessen. Für sie ist es von hoher Beziehungsqualität, wenn man sich bewusst füreinander Zeit nimmt.

Geschenke, die von Herzen kommen

Dieser Typ Mensch zeigt und spürt Zuneigung durch Geschenke, wobei der materielle Wert keine Rolle spielt. Es geht um die Wertschätzung durch das Verschenken passender kleiner Aufmerksamkeiten

Hilfsbereitschaft

Menschen mit dieser Sprache bieten gerne ihre Hilfe an. Sie zeigen ihre Liebe durch scheinbar kleine Hilfen und Dienstleistungen im Alltag.

Zärtlichkeit

Umarmungen, Streicheleinheiten oder Berührungen sind für diesen Beziehungstyp Liebesbeweise und zeugen von der Qualität der Beziehung. Diese Zärtlichkeiten sagen für ihn mehr als das gesprochene Wort.

Fragen fürs Paargespräch

1. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und überlegen Sie welche Sprachen der Liebe Sie sprechen? Was denken Sie, welche Sprachen spricht ihr Partner? – Tauschen Sie sich darüber aus.

2. Nennen Sie sich ein Beispiel (oder mehrere) aus den vergangenen Tagen, an dem Sie sich von Ihrem Partner geliebt und wertgeschätzt fühlten.

3. Sprechen Sie darüber, welche Sprache Ihr Partner noch besser erlernen könnte, damit Sie Respekt und Anerkennung finden. Sie können Ihrem Partner auch dabei helfen, indem Sie ein konkretes Beispiel benennen.

Anregung: Nehmen Sie sich vor, die Sprache der Liebe Ihres Partners in nächster Zeit zu vertiefen. → z.B. Sprache „Lob und Anerkennung“: Machen Sie sich die positiven Eigenschaften Ihres Partners bewusst und sprechen Sie diese dann in einer konkreten Situation im Alltag auch aus.

Quelle:  Das Konzept der fünf Liebessprachen stammt von Gary Chapman: Die fünf Sprachen der Liebe: Wie Kommunikation in der Ehe gelingt.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/heart-love-romance-valentine-700141/

Du hast ja wohl ´ne Macke!

Das kennen wir doch alle: Die kleinen Macken unseres Partners nerven uns im Alltag und dies endet viel zu oft in sich wiederholenden Streitereien. Dabei rückt ein konstruktiver Weg zur Lösung in weite Ferne. In einer aktuellen Umfrage nannten beide Geschlechter jeweils die nervigsten Macken ihres Partners:

Die schlimmsten Macken von Frauen

  1. Wenn sie nicht konkret sagt, was sie will. (52%)
  2. Wenn sie ständig seine Sachen wegräumt und er sie nicht wiederfindet. (30%)
  3. Wenn sie ihn ewig warten lässt und zu spät kommt. (26%)
  4. Wenn sie immer telefonieren will und viele SMS schreibt. (25%)
  5. Wenn sie sich beschwert, dass er sich nicht alles Erzählte merken kann. (25%)

Die schlimmsten Macken von Männern

  1. Wenn er ihr nicht zuhört und später erstaunt nachfragt. (38%)
  2. Wenn er anderen Frauen in ihrem Beisein hinterherschaut. (36%)
  3. Wenn er überall seine Klamotten liegen lässt. (32%)
  4. Wenn er nicht im Haushalt hilft. (32%)
  5. Wenn er beleidigt ist, wenn sie etwas ohne ihn unternimmt. (31%)

Im Juli nehmen wir uns Zeit um mit dem Partner ganz offen über unsere eigenen Macken zu sprechen. Was im Alltagsstress zu Streit führt, soll an einem entspannten Abend zur Sprache kommen dürfen. So kann man sie beim nächsten Mal vielleicht leichter ertragen oder die Macke sogar mit einem Lächeln zur Kenntnis nehmen. Sie sind schwer zu ändern, doch wir können probieren daran zu arbeiten bzw. den Partner besser zu verstehen. Für den Eheabend wollen wir jedoch nicht mit Vorwürfen konfrontieren, sondern uns im ersten Schritt selbst unter die Lupe nehmen. Folgende Fragen können dabei helfen:

1. Jeder schreibt für sich auf: „Ich vermute, dass ich Dir auf die Nerven gehe mit…“

2. Wir kommen über die aufgeschrieben Dinge ins Gespräch. Jeder erzählt von sich!  

3. Welche Möglichkeiten finden wir um mit diesen Macken umzugehen?

4. Kann mir mein Partner dabei sogar helfen? Wie?

5. Ein Ausblick: Bis zum nächsten Paargespräch nimmt sich jeder einen Vorsatz im Sinne der persönlichen Weiterentwicklung.

 

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/men-women-apparel-couple-people-2425121/

Nehmen wir uns genug Zeit für unsere Sehnsüchte?

Mit folgenden Fragen könnte ihr ganz persönlicher Ehe-Abend im Juni gefüllt sein:

1. Was hat Dich diese Woche besonders gefreut?

2. Worüber musstest Du Dich heute ärgern?

3. Was wünschst Du Dir gerade am meisten?

4. Gibt es aktuell eine Sehnsucht, die Dir nicht mehr aus dem Kopf geht?

5. Was wünschst Du Dir von mir, um dieser Sehnsucht gemeinsam näher zu kommen?

Nehmen wir uns genug Zeit für unsere Sehnsüchte?

Gespräche sind für jede Freundschaft wichtig. Und eine gute Ehe sollte von Freundschaft mit dem Partner geprägt sein, meint John Gottman. Er muss es wissen: denn er zählt zu den weltweit renommiertesten Forschern in Punkto Paar-Kommunikation. In seinem Buch „Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe“ geht er davon aus, dass Frau und Mann miteinander glücklich werden können.

Deshalb: Ein gutes Gespräch dreht sich nicht nur um Fragen wie „Hast du schon die Wäsche aufgehängt?“ oder „Was gibt es am Sonntag zu essen?“ Es sollte um persönliche Dinge gehen, die einen belasten und umtreiben,  antreiben und glücklich machen.

Es tut also gut, wenn wir aktiv als Partner für ein gutes Ehe-Klima sorgen und das Gespräch immer wieder miteinander suchen.

Tipp: Den Ehe-Abend im Kalender als geblockt anzeigen lassen. So kommen keine beruflichen Termine dazwischen 🙂

Literatur

Gottman. J.M. (2002). Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe. München: Ullstein.

Wunderer, E. (2004). Die Liebe geht durch den Kopf. www.familienhandbuch.de/ cmain/s_1593.html

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/connect-connection-cooperation-20333/

Die Akademie für Ehe und Familie bei den Festlichkeiten des Schönstatt-Jubiläums 2014

Symbol des Bündniskulturzeltes Ehe und Familie (Grafik: schoenstatt2014.org)

Broschüre 100 Jahre Schönstatt (Grafik: schoenstatt2014.org)

Die Schönstatt Bewegung feiert am 18. Oktober 2014 ihr 100-jähriges Bestehen. Im Rahmen einer Festwoche um den 18. Oktober, dem Bündnistag der Schönstätter, findet auch die Familienarbeit eine Plattform.

SymbolBuendniskulturzeltEheUndFamilie

Symbol des Bündniskulturzeltes Ehe und Familie (Grafik: schoenstatt2014.org)

Im Bündniszelt Ehe und Familie können Sie sich über die Ehe- und Familienarbeit der Schönstattbewegung informieren.
Auch die Akademie für Ehe und Familie ist hier vertreten und bietet unter anderem den schon auf den letzten Katholikentagen sehr beliebten Paarcheck an. Hier können Sie auf spielerische Weise ihre Kompetenzen als Paar entdecken.

Also besuchen Sie uns in Schönstatt vom 16.-19. Oktober 2014:

Mit: Birgit und Frank Thalheimer
Ort: Marienschule, Raum 26