Suche
Suche Menü

WIR und die Öffentlichkeit

Als Person wirken wir auf die Menschen in unserem Umfeld – bewusst und unbewusst. Ähnlich der Aussage von Paul Watzalwick „Man kann nicht nicht kommunizieren“, so kann man auch „nicht nicht WIRKEN“. Auch als Paar haben wir eine Ausstrahlung und Wirkung auf andere Menschen. Unter anderem hängen sie von der Art und Weise ab, wie wir miteinander sprechen, egal ob das nun Fragen an den Partner, Aufforderungen oder ähnliches sind. Darüber hinaus wirkt auch das unausgesprochene Wort, also unsere gemeinsamen Gesten, wie wir uns berühren oder uns anschauen.

Wichtig für unsere Ausstrahlung ist aber auch wie wir als Paar wirken, wenn wir alleine unterwegs sind: Indem WIE wir über den jeweils anderen sprechen und welche Geschichten wir über ihn und uns beide preis geben. Das wirft die Frage nach dem WIR und der ÖFFENTLICHKEIT auf.

Das WIR umfasst dabei die gesamte Partnerschaft mit allen Erlebnissen. Die ÖFFENTLICHKEIT ist dort, wo wir mit anderen zusammen sind. Die Schnittmenge, also das, was wir von unserer Beziehung in die Öffentlichkeit tragen, sollte für beide Seiten klar sein. Manche Themen der Partnerschaft sind wie ein Geheimnis – je mehr wir davon wissen, desto weniger „interessant“ sind sie.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/clouds-spread-radiating-white-209694/

Wir wollen Sie heute dazu einladen, ein Gespür (weiter-)zu entwickeln und im Gespräch darüber zu bleiben:

  • Was und wie erzähle ich über meinen Partner?
  • Wie wollen wir als Paar auftreten, was ist uns dabei wichtig?
  • Was geben wir über uns preis (Gesten, Zärtlichkeiten)?
  • Welche Themen und Erlebnisse „gehören“ nur uns beiden?

Praying together. Staying together.

Es ist nicht immer leicht, eine Ehe lebendig zu halten. Darum werden oft viele Probleme und Konflikte miteinander durchdiskutiert und aufgearbeitet, so können wir einander besser verstehen lernen. Eine weitere Chance bietet auch das gemeinsame Gebet. In den USA sagt man: „Praying together. Staying together.“ Denn Beten verbindet auf einer tieferliegenden Ebene. Als christliches Ehepaar dürfen wir darauf vertrauen, dass wir nicht alles alleine machen müssen, sondern uns wirklich auf Gott verlassen dürfen. Er verspricht im Sakrament der Ehe als Dritter im Bund den Weg mitzugehen. Zugleich ist Beten wohl ein sehr intimer und persönlicher Vorgang und mag bei den ersten Versuchen vielleicht auch etwas Unwohlsein auslösen, denn gemeinsames Beten braucht Vertrauen und dazu auch etwas Übung. Lassen Sie das Gebet zu einem Ritual werden und versuchen Sie es in den Alltag einzubauen. Eine wichtige Erkenntnis, die wir uns von Martin Luther abschauen können: „Heute habe ich besonders viel zu tun, darum muss ich mir besonders viel Zeit zum Beten nehmen.“ Das gemeinsame Gebet gibt Gelegenheit achtsam auf Gott und auf sich als Paar zu hören. Es soll keine fromme Leistung sein, sondern von Innen heraus kommen. Wenn Gebet Herzenssache ist und Herzenssprache, dann geht es auch Gott zu Herzen.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/holding-hands-bible-praying-friends-752878/

Wir wollen Sie heute dazu einladen über ihr gemeinsames Gebet ins Gespräch zu kommen – egal, ob Sie es schon tun oder erste gemeinsame Schritte gehen wollen.

Wie sieht unser gemeinsames Gebetsleben aktuell aus?

Wann beten wir? Schaffen wir es als Ritual in unseren Alltag einzubauen und auch Feiertage als solche zu nutzen?

Welche Formen hat unser Gebet? (Freie oder bekannte Gebete? Krugpost in unserem Hausheiligtum? Beten füreinander? …)

Was würde uns für ein lebendiges Gebetsleben gut tun?

Frühling

“Gott, wir danken dir für alles neue Leben: Das Aufblühen der Natur.  Die Freuden des Alltags. Alle Neuanfänge, die du uns schenkst. Die Auferstehung deines Sohnes. Die Hoffnung, die wir daraus schöpfen.”

Nach den Kartagen dürfen wir uns an Ostern über die Auferstehung Jesu freuen, der auch uns Anteil nehmen lässt und Hoffnung schenkt. Ostern fällt auch in die Zeit des Frühlings. Wir können beobachten, wie die Natur zu neuem Leben erwacht und die ersten grünen Blätter und bunten Blüten ihren Weg zur Sonne suchen. Wir dürfen ebenfalls die wärmenden Sonnenstrahlen in uns aufnehmen und nach dem Winter mit aufblühen.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/girls-children-tulips-netherlands-739071/

Wir wollen Sie in diesem Paargespräch einladen, sich darüber auszutauschen, was Sie aufblühen lässt, was Ihnen und Ihrem Partner immer wieder neu Kraft und Motivation gibt.

Wo blühe ich auf?

Wie kann mir mein Partner dabei helfen, dass ich Raum dafür finde?

Wo blühen wir gemeinsam auf, was tut uns gut?

Wie bauen wir dies in unseren Alltag ein?

Fastenzeit – unsere Vorbereitung auf Ostern

Die Fastenzeit lädt uns ein, uns auf Ostern vorzubereiten und uns Zeit zur Besinnung zu nehmen. Oft verzichtet man auf Alkohol, Süßigkeiten oder auch immer öfter auf den Besuch von Facebook oder ähnlicher Seiten sozialer Medien. Das fällt manchmal gar nicht so leicht…
Doch es lohnt sich! In dem aktuellen Lied der Band Silbermond heißt es:

„Du siehst dich um in deiner Wohnung,
Siehst ein Kabinett aus Sinnlosigkeiten.
Siehst das Ergebnis von kaufen
und kaufen von Dingen,
von denen man denkt
man würde sie irgendwann brauchen…
Eines Tages fällt dir auf,
dass du 99% nicht brauchst.“

Die Fastenzeit will, dass aus diesem „eines Tages“ das Heute wird und wir Gelegenheit finden, lange Aufgeschobenes anzupacken.
Es ist aber auch wichtig, dass wir in dieser besonderen Zeit den Verstand und das Herz beachten, indem wir Zeit für die innere Vorbereitung und Besinnung auf Ostern finden. Gott zeigt sich in seiner vollen Größe auf ganz ungewöhnliche Weise und zeigt, dass Schwaches ganz Stark sein kann.

Wie geht es mir aktuell mit meinen Fastenvorsätzen? Welche positiven Seiten kann ich im Fasten und Verzichten erkennen?

Gibt es einen gemeinsamen Fastenvorsatz für uns als Paar / Familie?

Gibt es in unserer Wohnung bzw. unserem Haus Dinge, die wir gerne weitergeben (spenden / verkaufen wollen) um den Blick auf das Wesentliche zu schärfen?

Wo könnten wir uns Zeit nehmen um im Alltag ein paar Minuten der Ruhe und Besinnung zu finden?

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/almost-time-fasting-easter-church-4792655/

Fastnacht – in welche Rollen schlüpfen wir?

Fastnacht ist viel mehr als ein Termin im Kalender. Fastnacht, Fasching, Karneval, Fasnet hält Jecken und Narren über Tage und Wochen in Atem. Kein Wunder, denn die fünfte Jahreszeit bietet Großen wie Kleinen die Gelegenheit sich selbst einmal anders zu erleben und in neue Rollen zu schlüpfen

Wir alle sind in ganz unterschiedlichen Rollen unterwegs. Die Rolle „Ich selbst als Person“. Die Rolle, Partnerin/Partner zu sein, Mutter/Vater, Sohn/Tochter, Nachbarin/Nachbar, Führungskraft, Mitarbeiter/Mitarbeiterin etc.

Überlegen Sie im Februar-Paargespräch doch einmal:

Welche Rollen nehme ich im Laufe eines Tages ein?

Welche Gefühle kommen in mir auf, wenn ich meine verschiedenen Rollen nach und nach kurz in den Blick nehme?

Welche Erwartungen, werden an mich gerichtet (z.B. in meiner Arbeitsstelle oder zu Hause?

Was bereitet mir dabei Freude, vielleicht aber auch Sorgen?

Am 10. Februar endet die Faschingszeit und leitet mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit ein.

Was bedeutet uns diese Tradition? Nehmen wir uns Vorsätze? Wenn ja, welche?

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/clapper-board-clapper-movie-film-1019607/

Rückblick halten

“Das Leben gleicht einer Reise, Silvester einem Meilenstein.”

(Theodor Fontane)

Der Jahreswechsel lädt uns ein, das vergangene Jahr 2015 noch einmal Revue passieren zu lassen. Viele Familien schreiben in ihrer Weihnachtspost die wichtigen Ereignisse ihrer Kinder und der ganzen Familie auf oder sammeln in einem Fotobuch die Highlights des Jahres zusammen. Als Christen dürfen wir mit einer Dankbarkeit auf all die vielen Ereignisse zurückblicken, die uns geschenkt wurden. Auch wenn es sicherlich Höhen und Tiefen gab, soll der Blick gemäß dem positiven Ansatz vor allem auf die Höhen gelegt werden.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/sparkler-fireworks-hand-839831/

Wenn ich an das vergangene Jahr denke, fällt mir als besonderes Ereignis bzw. besonderer Moment ein:

… für MICH.

… als PAAR.

… als FAMILIE.

Die größte Herausforderung stellte für mich dar …

Für das Jahr 2016 wünsche ich mir …

Gesegnete Adventszeit

Und plötzlich ist Weihnachten! – Wie jedes Jahr ist der Advent viel zu kurz. Der Terminkalender im Dezember ist voll gefüllt: Geschenke kaufen, Dekorationen aufhängen, Plätzchen backen, Weihnachtsfeiern in der Firma, Schule, Kindergarten und vielem mehr. Dies ist alles schön und macht Freude, doch der Advent ist auch eine Einladung mit dem Partner und der Familie Zeit zu verbringen, um sich gemeinsam auf die Geburt Jesu vorzubereiten.

Die Zeit zu Zweit lädt im Dezember dazu ein, bewusst über die Gestaltung dieser besonderen 24 Tage nachzudenken.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/girl-gift-presents-christmas-xmas-2931287/

Wie habe ich Weihnachten als Kind in meiner Herkunftsfamilie erlebt? Welche Traditionen und Rituale sind mir damals besonders lieb geworden?

Welche Traditionen und Rituale haben wir im Moment, die uns und unsere Kinder auf Weihnachten vorbereiten?

Wünschen wir uns weitere Möglichkeiten uns auf Weihnachten vorzubereiten? (z.B. gemeinsames Adventskranz anzünden, Barbarazweige abschneiden, Lieder singen, Geschichten erzählen, …)

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Adventszeit, besondere Momente in der Familie und Zeit sich innerlich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten! Möge das Kind in der Krippe Sie reich beschenken.“

Vertrauen braucht Selbstvertrauen

Dem Partner vertrauen zu können ist eine wichtige Säule in der Partnerschaft. Die ersten Vertrauenserfahrungen machen wir bereits in unserer Kindheit. Diese gemachten Erfahrungen übertragen wir oft auf spätere Beziehungen. Ein wichtiger Aspekt dafür, dass Vertrauen in einer Beziehung möglich ist, ist Selbstvertrauen. Ähnlich dem Ansatz, dass nur der lieben kann, der auch sich selbst liebt. Wir vergleichen in einer Beziehung unsere eigenen Qualitäten mit denen, von denen wir annehmen, dass sie für unseren Partner wichtig sind. Führt ein solcher Vergleich zu der Erkenntnis, dass wir solche Vorzüge haben, macht uns das weniger ersetzbar. Das wiederum sollte unser Vertrauen in die Beständigkeit unserer Beziehung steigern. Grundvorraussetzung dafür ist, dass wir uns selbst gut kennen und unsere eigenen Talente und Fähigkeiten schätzen. So dürfen und sollen wir auch bei uns selbst “Goldgräber” und keine Mistkäfer sein”.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/tree-trust-greeting-adventure-rest-704064/

Wir laden ein die folgenden Aussagen zu ergänzen und sich darüber auszutauschen:

„Selbstvertrauen heißt für mich…“

„Eine Person, die für mich Selbstvertrauen ausstrahlt …“

„Mein Selbstvertrauen wächst, wenn …“

„Eine konkrete Erfahrung, in der mein Selbstvertrauen gewachsen ist …“

Baustelle Leben – was trägt uns?

Damit ein Haus tragfähig und stabil ist, braucht es ein gutes Fundament. So ein Fundament entsteht jedoch nicht von selbst, es braucht Zeit und Einsatz, damit es wachsen kann. Das ist in Beziehungen ganz ähnlich. Vom ersten Verliebtsein bis zur Hochzeit und in den Jahren danach bauen wir Stück für Stück am Fundament unserer Beziehung. So können wir uns auch bei Schwierigkeiten und Problemen von unserem Partner gestützt und getragen fühlen. Dies ist ein gegenseitiger Prozess, mal ist man „Träger“, mal „Getragener“.

Wir laden Sie dazu ein, sich darüber auszutauschen wie und wo Sie schon Fundament füreinander sind und sich darüber freuen bzw. wo noch Wachstumsmöglichkeit/ stärkere Bedürfnisse bestehen. Mit diesen Fragen können Sie ein Stück weiter an Ihrem Beziehungshaus bauen:

„In diesen Situationen erlebe ich meinen Partner als Fundament“

„In diesen Situationen wünsche ich mir meinen Partner als Fundament“

„In diesen Situationen bin ich bewusst Fundament für meinen Partner“

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/iron-railings-grid-mat-steel-mesh-2832908/