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Kurs XX Oberkirch 2024/25

Tagungsort

Schönstatt-Zentrum Marienfried
Bellensteinstr. 25
77704 Oberkirch
Tel. 07802 92850

Termine

1. Ausbildungsjahr: Ehe und Familie leben

WE  1: 26.01.-28.01.2024  Oberkirch
WE  2: 15.03.-17.03.2024  Oberkirch
WE  3: 14.06.-16.06.2024  Liebfrauenhöhe
Studienwoche 1: 30.08.-05.09.2024   Oberkirch
WE  4: 11.10.-13.10.2024  Oberkirch
WE  5: 06.12.-08.12.2024  Liebfrauenhöhe

2. Ausbildungsjahr: Ehen und Familien begleiten

WE  6: 24.01.-26.01.2025  Oberkirch
WE  7: 04.04.-06.04.2025  Liebfrauenhöhe
WE  8: 27.06.-29.06.2025  Liebfrauenhöhe
Studienwoche 2: 05.09.-11.09.2025  Oberkirch
WE  9: 10.10.-12.10.2025  Oberkirch
WE 10: 21.11.-23.11.2025  Oberkirch

>> Anmeldungsflyer zum Herunterladen

Dankbare Herbstblicke

Liebes Ehepaar, der Oktober hüllt die Welt in warme Farben. Die Bäume leuchten in Rot- und Goldtönen, die Ernte ist eingebracht und die Natur bereitet sich langsam auf die Ruhe des Winters vor. Diese Herbstzeit lädt auch uns als Ehepaare ein, innezuhalten, zurückzuschauen und dankbar zu sein für die Früchte, die in unserem gemeinsamen Leben gewachsen sind. Wir wünschen Ihnen einen gesegneten und farbenfrohen Oktober mit vielen glücklichen und erfüllten Momenten. Dazu eine Geschichte:

„Ein altes Ehepaar saß an einem sonnigen Herbsttag auf seiner Veranda und schaute auf die abgeernteten Felder. Ein junger Mann, der des Weges kam, sah die beiden und fragte: „Ihr habt euer Leben lang hart gearbeitet. Nun, wo die Felder leer sind, worüber freut ihr euch noch?“ Der alte Bauer lächelte und nahm die Hand seiner Frau. „Junger Mann,“ sagte er, „wir sehen keine leeren Felder. Wir sehen das Brot, das uns den Winter über nähren wird. Wir erinnern uns an die Saat, die wir im Frühling gemeinsam ausgebracht haben, an den Regen und die Sonne des Sommers, die alles wachsen ließen. Und wir sehen die vollen Vorratskammern, nicht nur im Keller, sondern auch in unseren Herzen – gefüllt mit Erinnerungen, gemeinsamen Mühen und dem Wissen, dass einer für den anderen da war, bei der Aussaat wie bei der Ernte.“

Erntedank ist mehr als nur der Dank für Obst und Gemüse. Es ist die Einladung, die „Ernte“ unseres Lebens und unserer Beziehung in diesem Jahr zu sehen und wertzuschätzen. Der Herbst will unseren Blick auf die Fülle, das Gelungene, das Gereifte lenken und kann so neue und tiefe Verbundenheit schaffen. Dazu braucht es Raum und Zeit, den wir manchmal geschenkt bekommen, den wir aber auch manchmal selbst für uns schaffen müssen. Zwei unserer Kinder hatten in diesen Herbsttagen Geburtstag. Dazu gehören natürlich Geschenke, Gäste und Kuchen! Also wunderbarer Geburtstagstrubel! Ein weiteres Geschenk war eine kleine, ruhige Familienrunde, in der wir dem Geburtstagskind gesagt haben, was wir an ihr bzw. ihm mögen, schätzen oder auch gerne zusammen machen. Wir spürten, dass es mit allen etwas gemacht hat, Gutes gesagt zu bekommen und Gutes zu sagen. Vor Kurzem erzählte eine Kollegin aus der Schule, dass sie eine Fortbildung im Unterrichtsfach Glück mache. Wir finden die Idee spannend, sich bewusst auf die Suche nach dem Glück zu machen. Beim Stichwort “Glück” fiel uns der Satz von Pater Kentenich ein: „Dankbare Menschen sind glückliche Menschen.“ Ein einfacher Satz mit viel Potential. Pater Kentenich gibt damit nämlich eine Ausrichtung für unser Denken, Handeln und innere Haltung vor. Es geht dabei nicht darum, die Augen vor den Schwierigkeiten zu verschließen, sondern darum, den Blick bewusst auf das Gute und Gelungene zu richten – auf die vielen kleinen und großen Geschenke im Alltag in unserer Familie und in unserer Partnerschaft. Solche Menschen waren für ihn Goldgräber und Goldgräberinnen.

Als Paar weiterkommen

Nehmen Sie sich in diesem Monat bewusst Zeit füreinander. Vielleicht bei einem Spaziergang durch den bunten Herbstwald oder bei einer Tasse Tee am Abend. Die folgenden Fragen können dazu anregen, ins Gespräch zu kommen:

  • Wenn wir auf unsere gemeinsame „Ernte“ dieses Jahres schauen: Wofür bin ich dir ganz persönlich dankbar?
  • Welche „Herbststürme“ (Herausforderungen) haben wir gemeinsam gemeistert und was hat uns dabei stark gemacht?
  • In welchen Momenten habe ich mich von dir in letzter Zeit besonders geliebt und wertgeschätzt gefühlt?
  • So wie die Natur im Herbst ihre Farbenpracht zeigt: Welche besonderen „Farben“ und Eigenschaften an dir liebe ich heute ganz besonders?

Wir beten gemeinsam: Guter Gott, wir danken dir für den Herbst, für die Farbenpracht der Natur und die reiche Ernte, die du uns schenkst. Wir danken dir auch für die Ernte in unserem Leben, für die Früchte unserer Liebe und unseres gemeinsamen Weges. Hilf uns, immer wieder mit den Augen der Dankbarkeit aufeinander zu schauen und das Gute im anderen zu sehen. Lass unsere Liebe weiter reifen und stärke unser Vertrauen, dass du uns in allen Jahreszeiten unseres Lebens begleitest. Segne uns und unsere Ehe, damit wir füreinander und für andere ein Zeichen deiner Liebe sein können. Amen.

Vorsicht Vergleichsfalle

Ein Beitrag von Verena und Stefan Groß aus dem Schönstatt Ehepaarnewsletter.

Liebes Ehepaar, manche Gedanken schleichen sich in unser Denken, in unsere Gespräche, in unser Miteinander, und nehmen plötzlich einen Raum ein, der so nie gedacht und gewollt war. Egal ob es um den anstehenden Urlaub geht, die Arbeit, die Betreuung der Kinder oder mal wieder etwas Zeit für mich; oft scheinen andere alles besser zu machen. Beim Vergleichen blicken wir schnell auf die, die mehr zu haben scheinen. Ein Leben im Konjunktiv und Komparativ statt im Augenblick. Wer dem Phänomen auf die Schliche kommt, kann (miteinander) die Denkrichtung ändern!

Wir saßen im Garten bei Freunden. Ein lauer Sommerabend. Das Essen war köstlich gewesen. Nun warteten wir auf das Dessert. Unser Blick schweifte durch den herrlich angelegten Garten. Gemeinsam träumten wir. Ach, ist das schön! Wenn wir doch auch nur zehn Quadratmeter mehr Fläche hätten; nur zehn! Statt gemeinsam zu Genießen führten diese Überlegungen eher zu beidseitiger und wechselseitiger Unzufriedenheit; zum Glück kamen die Freunde dann mit dem Nachtisch!

Der österreichische Philosoph, Psychoanalytiker und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick hat in seiner „Anleitung zum Unglücklichsein“ die Kunst beschrieben, mit der es uns in kürzester Zeit gelingt, uns selbst unglücklich zu machen. Beste Voraussetzungen haben beispielsweise diejenigen, die auf den Urlaubspostkarten sofort jeden Rechtschreibfehler entdecken oder beim Einkaufen mit absoluter Treffsicherheit immer die längste Schlange an der Kasse erwischen. „Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.“ Das hat man uns schon gesagt, als wir noch Kinder waren. Und in unserem Kopf wissen wir es auch; aber glauben tun es nur einige wenige Glückliche. Glaubten wir es nämlich, dann wüssten wir, dass wir nicht nur die Schöpfer unseres eigenen Unglücklichseins sind, sondern genauso gut unsere Glücklichkeit selbst schaffen könnten“ (Paul Watzlawick).

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/birke-b%C3%A4ume-birkenwald-natur-gras-7269226/

Es klingt so einfach, und ist doch so herausfordernd: gerade wenn Vergleiche sich nicht nur auf Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeiten beschränken, sondern sich auch negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken. Im permanenten Vergleich mit „Besseren“ können Neid, Frustration und Minderwertigkeitsgefühle entstehen. Im Blick auf andere sehen wir meist nur deren „Best-of“: Urlaube, Erfolge, glückliche Beziehungen. Fast wie in einem Fotoalbum aus Kindertagen, das wir wehmütig in Händen halten. Die gute alte Zeit! Damals war doch alles … Selbst wenn man „besser“ wird oder mehr erreicht, verschiebt sich auch schnell die Vergleichsgrundlage. Fremde Maßstäbe können außerdem dazu führen, dass man seine eigenen Werte, Ziele und Fortschritte vernachlässigt und der innere Kompass somit die Orientierung verliert. Dieses Phänomen zu erkennen, zu verstehen und den Mechanismus zu durchschauen, ist und bleibt die Voraussetzung dafür, etwas zu ändern. Dies gilt für mich und meine Gedankenwelt genauso, wie in der Kommunikation mit anderen, in der Partnerschaft oder in einer Gruppe. Gerade als Ehepaar können wir einander Spiegel und Wegweiser sein. Wo Abwertungen und negative Vergleiche einen zu großen Raum einnehmen, helfen Hinweise, weiterführende Fragen oder klare Stoppsignale.

Manchmal braucht es nicht viel, um sich gemeinsam bewusst zu machen, was hier gerade passiert: „Ich glaube nicht, dass uns das weiterbringt!“ Oder: „Ich sehe, dass dir das im Augenblick zu schaffen macht – darf ich dir zeigen, was ich in dir sehe, unabhängig von anderen?“ Oder: „Lass uns gemeinsam überlegen, was du dafür tun kannst, das zu verändern!“ Oder: „Was genau hat dich an der anderen Person getriggert – und was sagt das vielleicht über deine eigenen Wünsche oder Werte?“ Das sind kommunikative Judotechniken, die die Energie umlenken helfen.

Als Paar weiterkommen:

  • Welche Vergleiche sind für uns Motivation und Inspiration, unsere eigenen Wege zu finden und zu gehen?
  • An welchen Stellen müssen wir aufeinander achten, nicht in Vergleichsfallen zu tappen?
  • Worin zeigt sich für mich die Einzigartigkeit meiner Partnerin/meines Partners oder unserer Kinder?

Für unser Leben mit Gott Guter Gott: „Wir danken dir, für die Einzigartigkeit, mit der du uns jeweils gemacht und gedacht hast. Ein Schatz, den es täglich neu zu entdecken gilt. Gib uns die Kraft, dies nicht im Vergleich zu tun, sondern mit offenen Augen und Herzen zu sehen, wahrzunehmen und die Besonderheit zu spüren. Beschenke uns damit, Unterschiede zu erleben und ins Wort zu bringen, um anderen ein Geschenk zu bereiten und zugleich bei uns selbst anzukommen.“ Amen

Konsumaffäre

Tina und Falk, beide berufstätig, zwei Kinder, finden abends vermeintliche Entspannung vor dem Fernseher (er) und beim Durchforsten von social media und Einkäufen im Internet (sie). Dass sie abends eine Runde spazieren gingen miteinander oder joggen, liegt schon lange zurück. Beide meinen: ich brauch diese Zeit für mich alleine dringend, um runterzukommen vom Stress des Tages.

Entspannung ist wichtig. Und dass ich spüre, welche Entspannung mir gut tut. Abgesehen davon, dass konsumieren nur kurzzeitig füllt, aber nicht erfüllt, tut es der Beziehung gut, wenn wir uns auf die Suche begeben, wie wir auch miteinander immer wieder entspannen können. Die Ideen dazu brauchen eventuell Zeit und kommen meist nicht von alleine schnell und kreativ um die Ecke. Es bedarf Mut zum Ausprobieren, Scheitern und wieder Versuchen. Was steckt hinter diesen „Konsumaffären“? Sie bedeuten ja nicht die Affäre mit einer anderen Person, sondern mit Dingen wie Essen, Shoppen, Serien schauen, Alkohol, … die kurzfristig trösten und beruhigen, kurzfristig Lust versprechen und zur Flucht werden vor dem Partner oder gar Nähe zu ihm ersetzen sollen. Manchmal spürt einer der beiden oder auch beide: „Wir sind viel zu wenig verbunden, ich weiß nichts mehr über den anderen, wir verlieren uns langsam.“ Es ist weder Faulheit, noch Desinteresse am anderen, auch wenn das auf den Partner vielleicht so wirkt. Oft sind die Ursachen Frust, Überforderung, Stress oder unerfüllte Sehnsüchte. Und weil echte Nähe immer Arbeit bedeutet – vielleicht sogar Schmerz – greifen wir lieber zu bekannten, schnellen Lösungen. Nur: kurzfristige Entlastung schafft langfristig Entfremdung.

Miteinander Zeit verbringen hilft uns gemeinsam zu wachsen und Nähe zu spüren. Diese wiederum gibt Kraft für unsere Aufgaben, die täglich auf jeden warten.

Clara und Holger genießen, dass einer von beiden den Kopf in den Schoß des anderen bettet und sie sich dann gegenseitig vom Tag erzählen. Danach bleibt immer noch Zeit für individuelle „Erholungen“. Hanna und Pit erfreuen sich einen Abend die Woche bei Brettspielen. Das ließe sie wunderbar entspannen, erzählen sie. Allerdings nur, wenn egal ist, wer gewinnt, ansonsten wäre die Gefühlslage anstrengend und nicht Ehe-fördernd. Mara und Alex sitzen Mittwoch abends alle zwei Wochen in ihrem Gartenstrandkorb (im Winter auf der Ofenbank), erzählen sich, was ihnen gerade guttut und Freude macht und planen (den Urlaub, den nächsten Hauskreis, die neue Gartenecke, …). Was allen drei Paaren wichtig geworden ist: Du, mein Partner musst nicht perfekt sein.

Wahres Glück hängt nicht von perfekten Umständen ab – sondern davon, was wir aus unseren Umständen machen und wie hoch wir die Messlatte anlegen. Wir beide sind am Wachsen, und dabei gibt es auch Frost- und Schnittzeiten. Da ist Einer, der dabei hilft, Einer, von dem der neue Papst Leo XIV. sagt: „Wir alle sind in den Händen Gottes. Lasst uns daher ohne Angst, Hand in Hand mit Gott und miteinander, weitergehen! … Christus geht uns voraus. Die Welt braucht sein Licht. Die Menschheit braucht ihn als Brücke, um von Gott und seiner Liebe erreicht zu werden.“

Als Paar weiterkommen

  • Gibt es etwas, das mich einmal am Tag herunterbringt vom Stresslevel?
  • Gibt es etwas, das dich einmal am Tag herunterbringt vom Stresslevel?
  • Wie können wir uns gegenseitig den Rücken freihalten, um dem nachzugehen?
  • Leben wir derzeit in einer „Konsumaffäre“? Was wollen wir ausprobieren, um gemeinsam „abzuhängen“, neue Kraft und Beziehungsschwung zu finden?

Für unser Leben mit Gott

Guter Gott, wir kümmern uns um unzählige Dinge am Tag, aber für dich bleibt oft keine Zeit. Das wollen wir ändern. Jedes Mal, wenn eine Ampel auf rot schält, wollen wir an dich denken, uns an dich wenden, mit dir die Wartezeit verbringen, dir erzählen, was uns bewegt, wofür wir dir danken, wofür wir deine Hilfe dringend brauchen. Bis bald, Gott, bis zur nächsten roten Ampel. Amen.

Ein Beitrag von Claudia und Heinrich Brehm, Vallendar

Grow together

Vier Wochenenden für uns

>> Hier ist der Flyer dazu

Wenn ihr…
als Paar und Familie miteinander wachsen wollt,
… dann ist der „Grow together“ – Kurs genau das Richtige für euch!

11.-13. April 2025
3.- 5. Oktober 2025
20-23. März 2026
18.-20. September 2026

„ together“ – miteinander wachsen :

Gemeinsam
dem Ziel entgegen, das Gott für jeden Menschen auserwählt hat
als Paar, als Familie, an/ mit Gott

Richtig
wirklich und mit Kraft

Originell
jeder Mensch auf seine Weise als
einzigartiges Original

Wachsen
dem Ziel entgegen, das Gott für jeden Menschen auserwählt hat

Beitragsfoto: privat

>> Hier ist der Flyer dazu

Staffelübergabe -Interviews

>> Artikel auf www.schonstatt.de

Staffelübergabe bei der Akademie für Ehe und Familie – Die alte und die neue Akademieleitung im Interview

Michael Defrancesco. Vor 25 Jahren wurde die Akademie für Ehe und Familie gegründet. Zum Jubiläum wurde nicht nur groß beim Absolventenkongress im Tagungshaus „Marienland“ gefeiert, sondern es wurden auch die Weichen neu gestellt. Denn nach 25 Jahren gaben Maria-Theresia und Hubertus Brantzen die Leitung der Akademie ab und überreichten den Staffelstab an Elisabeth und Bernd Haas. Am Rand der Feierlichkeiten blieb Zeit für ein kleines Gespräch mit der ehemaligen und der zukünftigen Leitung.

>> weiterlesen

 

Foto: Michael Defancesco

22. Absolventenkongress 2025

>> Artikel auf www.schonstatt.de 

Absolventenkongress „25 Jahre Akademie für Ehe und Familie“ in Schönstatt: „Du schreibst Geschichte“

Michael Defrancesco. Wenn der Palmsonntag naht, dann wissen die Absolventen der Akademie für Ehe und Familie, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist und dass es Zeit ist, die Koffer zu packen – für den Absolventenkongress im Tagungszentrum Marienland in Schönstatt, Vallendar. In diesem Jahr ging es um Geschichte: um die eigene und um die der Akademie, denn vor 25 Jahren entstand dieses Schulungsangebot von Familien für Familien.

>> weiterlesen

 

Foto: Michael Defancesco

Übergänge

„Oh man. Ich habe es gar nicht richtig gecheckt – und schon war mein Kindergeburtstag vorbei“, bemerkte unser Sohn am Abend. Er schaute sich etwas verwirrt im leergefegten Partyzimmer, das vormals unser Wohnzimmer war, um. Eben noch Trubel, lautes Lachen, erhitzte Köpfe vom Fußballspielen, Marshmallow-Grillen am Lagerfeuer. Und jetzt? Plötzlich Ruhe. Keine Action mehr. “Fühlt sich komisch an, dass auf einmal alle weg sind“, findet er.

Bekannt sind uns allen die „großen Übergänge“, wie etwa eine Schwangerschaft, oder der Übertritt vom Kindergarten in die Schule. Hier haben wir klar, dass es sich um einen solchen handelt, der gestaltet werden will. Wir machen Pläne, zelebrieren Rituale und werten sie symbolisch auf. Es gibt Vorschulprogramme, ein gemeinsames Ranzen kaufen, den Schnuppertag in der Schule und das Füllen der Schultüte. Wir feiern den Abschied vom Kindergarten und den ersten Schultag. …

Weiterlesen unter:

https://www.schoenstatt.de/de/uploads/2025-news/ehenewsletter/20250218EheNewsletter_146WEB_Uebergaenge.pdf

Brücken zum Du

Liebes Ehepaar,
Paare, Liebespaare, Ehepaare sind Brückenbauer par exellence, ständig herausgefordert, Brücken zueinander zu bauen:
Eine Brücke zwischen zwei unterschiedlichen Alltagen, zwei unterschiedlichen Berufen. Eine Brücke zwischen dem Ehe und Familienleben. Eine Brücke zwischen dem verschiedenen Erleben und Sein als Mann und als Frau. Eine Brücke zwischen
den Ansprüchen vieler Menschen um uns herum und dem, was wir wirklich leisten können und was nicht. Eine Brücke zwischen dem Dritten in unserer Ehe, unserem liebenden Gott und uns beiden. Viel Kreativität in diesem neuen Jahr beim Brückenbauen, wünschen Ihnen Claudia und Heinrich Brehm

Anna und Simon freuen sich auf den Theaterabend, den sie sich zum Jahresbeginn gönnen möchten. Doch der Autoschlüssel hängt nicht am Brett, der Ersatzschlüssel ist nicht auffindbar. Und als Simon ärgerlich hervorstößt: „Dieses Haus ist immer unordentlich!“ ist die Brücke der Vorfreude der beiden lautlos in sich zusammengefallen. Ob der Schlüssel noch gefunden wird, ist plötzlich zweitrangig, der Verlauf des Abends steht unter keinem guten Stern.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/br%C3%BCcke-weg-park-holzbr%C3%BCcke-pfad-3024773/

Was Architekten und Ingenieure bestätigen werden:
Brücken bauen ist nicht einfach. Es braucht einen sensiblen Blick, der feststellt, wie bist du, mein Mann gerade drauf, was brauchst du, was kannst du im Moment
nicht ertragen, worüber würdest du dich freuen? Es braucht die richtige Deutung oder Fragestellung, um herauszufinden, warum nörgelst du, geliebte Frau: Hab ich
was falsch gemacht oder woher rührt deine Laune?
Es braucht das richtige Baumaterial, aus dem die starken Stützpfeiler hergestellt werden: das sich immer wieder klar werden, was sind unsere gemeinsamen Werte, für was wollen wir uns einsetzen und wie?

Es braucht eine ausgeglichene Balance zwischen meinem und deinem Beruf, meinen und deinen Hobbies, unseren gemeinsamen Unternehmungen oder
Beschäftigungen, unserem Engagement und Einsatz.


Es braucht das gegenseitige sich Bewahren vor zu viel Einsatz und das Einplanen von freien, zweckfreien Zeiten für unsere Liebe und für jeden von uns persönlich
zum Erholen, zum inneren Gleichgewicht zurückfinden und sich wieder neu ausrichten.
Es braucht als starken verbindenden Zement die tägliche Dankbarkeit: Dankbarkeit für scheinbar Selbstverständliches: unser warmes Haus, das tägliche Essen auf dem Tisch, unsere Beziehung, unsere Familie, unsere Freunde, die Arbeitsstelle, die Gemeinde, unser Auto, die Natur, dein Sosein, dein Lächeln, deine Unterstützung, dein Orgatalent. Mit Humor die negative Seite einer Person oder Sache betrachten,
einen Schritt zurücktreten und so den Blick frei machen für eine andere Perspektive, die Leichtigkeit in die Sache bringt. Simon hätte sagen können: „Komm Schatz, du hast doch immer so ne gute Spürnase, wo könnte der Schlüssel denn sein?“ Oder Anna hätte sagen können: „Ich gerate nicht in Panik, denn ich gehe mit dem besten Mann der Welt gleich
aus!“ Entspannung tritt ein. Einfachheit leben heißt Zufriedenheit mit dem, was ich
habe und die Fähigkeit, die Dinge, die ich habe, zu genießen. Das Ergebnis der Maßlosigkeit ist nicht Glück, sondern Unzufriedenheit.

Martin Heidegger sagt: „Verzicht nimmt nicht. Verzicht gibt. Er gibt die unerschöpfliche Kraft des Einfachen.“ Wir dürfen uns auf das Einfache einlassen und damit zufrieden werden und müssen nicht dem MEHR hinterherrennen. Wir
dürfen Kraft aus dem Einfachen ziehen und uns darauf konzentrieren:
ein einfaches Abendessen. Ein einfacher Urlaub hat auch seine Reize. Braucht es wirklich die neue Couch oder freuen wir uns noch an der alten, mit der wir so viel
zusammen erlebt haben? Kraft aus dem Einfachen zu ziehen kann uns Kraft für unsere Beziehung geben, wenn wir wieder schätzen lernen, was wir miteinander haben, welch einfachen Dinge es sind, die uns glücklich machen und miteinander
verbinden.

Als Paar weiterkommen
– Wollen wir mehr Einfachheit in unser Leben holen, in welchem Bereich?
– Welche Reibungspunkte zwischen uns lassen sich mit Humor weiterentwickeln?
– Haben wir gemeinsam und jeder/jede für sich zweckfreie Seiten im
Alltag eingebaut?


Für unser Leben mit Gott
Wir machen miteinander eine Wanderung/Spaziergang zu einer Brücke oder suchen uns im Internet das Bild einer schöne Brücke. Kommen wir dabei mit Gott ins Gespräch und erzählen ihm, welche Menschen für jede/n von uns eine Brücke zu ihm darstellt. Wir überlegen, was uns beiden dieses Jahr helfen könnte, mehr mit Gott in Kontakt und in Beziehung zu kommen.

Ein Beitrag von Claudia und Heinrich Brehm aus dem Ehepaarnewsletter.

Weihnachtsbotschaft

Sabine und Matthias setzen sich regelmäßig zum Paar-Gespräch zusammen, um sich zu wichtigen Themen auszutauschen. Es geht dabei um schöne Erlebnisse, um Erziehungsfragen bezüglich der Kinder und um Ideen und Visionen, die sie gerade bewegen. Zu Beginn des Advents kommt die Frage auf, welche Relevanz eigentlich noch der zentralen Weihnachtsbotschaft „Friede auf Erden den Menschen“ zukommt? Wen interessiert das noch angesichts der allgegenwärtigen Rufe nach Stationierung und Lieferung von Waffen. Und in Bezug auf Ehe und Familie: Was heißt „Frieden auf Erden“ im täglichen Miteinander?

Der Pazifist und Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung Mahatma Gandhi sagte einst: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg.“ Für den Umgang mit PartnerschaftsKonflikten heißt das: Wir sollen im Streit respektvoll miteinander umgehen. Wie kann das gehen?

  1. Erst überlegen: Überlege, ob es wichtig ist, Deinen Partner auf sein schwieriges Verhalten anzusprechen: Ist Dir die Angelegenheit wirklich so wichtig? Hat Dein Partner sich etwas zu Schulden kommen lassen oder ist die Sache eher der Situation geschuldet? Hast Du selbst etwas zu dem Problem beigetragen?
  2. Gut beginnen: Erfahrungsgemäß eskaliert ein Gespräch innerhalb weniger Minuten, wenn man mit einem Vorwurf beginnt. Männer verlassen bei einem Streit oft das Zimmer. Dieses biologisch verankerte Verhalten geht darauf zurück, dass das starke Geschlecht beim Streiten schnell einen hohen Puls bekommt. Durch den Rückzug beruhigt sich der Mann wieder. Wichtig zu wissen: Dieses Verhalten läuft automatisiert ab. Wähle einen „sanften Start“! Spreche über Deine Gefühle (z.B. „Ich fühle mich gekränkt, wenn Du diese Woche zweimal mit Deinen Freunden weggehst, aber mir einen Korb gibst, wenn ich mit Dir essen gehen möchte.“)
  3. Versöhnen nach Streit: Der Apostel Paulus mahnt: „Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen.“ [Eph 4,26] Versucht, Euch daran zu halten. Bittet Dich Dein Partner um Versöhnung, weise ihn nicht zurück. Ist jedoch einer von beiden noch nicht zur Versöhnung bereit, sollte er oder sie das sagen. Friedrich Rückert sagt: „Vor jedem steht ein Bild des, was er werden soll: So lang‘ er das nicht ist, ist nicht sein Friede voll.“ Das erleben Paare in der Adventszeit schmerzlich. Bei Stress mit Zeit- und Termindruck bleiben manche guten Vorsätze auf der Strecke. Alleine schafft man es oft nicht. Wir brauchen Hilfe von oben. Wir können täglich beten: Für den Frieden in uns, für Frieden in unserer Partnerschaft, für den Frieden in der Welt. Für den Frieden, den der Heilige Geist uns schenken kann.
Bildquelle: PIxabay.com

Als Paar weiterkommen: Anregung für das Paar-Gespräch:

  • Was liebt ihr an eurer/m Partner/in?
  • Welche kleinen Zeichen der Zuneigung schätzt ihr besonders?
  • Wovon könnt ihr nicht genug kriegen?
  • Was ist schwierig und was braucht ihr mehr voneinander?
  • Was soll konkret im Alltag passieren, dass die Weihnachtsbotschaft und damit Friede und Liebe überall spürbar ist?

Für unser Leben mit Gott, beten wir gemeinsam:

Guter Gott, Guter Gott mit Deiner Heiligen Geistkraft, es fällt uns oft nicht leicht, die/den geliebten Partner/in mit seinen Gefühlen, Gedanken, Sorgen und Visionen anzunehmen. Mein/e Lebensgefährte/in darf genau so sein, wie sie/er sich mir zeigt. Wie Mahatma Gandhi sagte: „Es gibt keinen Weg zum Frieden. Frieden ist der Weg.“ Das gilt auch für die Liebe: „Es gibt keinen Weg zur Liebe. Liebe ist der Weg.“ Sende uns in der Advents- und Weihnachtszeit Deine Geistkraft, wenn es mehr Friede und Liebe in unserem Alltag braucht. Segne uns! Amen.

Ein Beitrag von Gisela und Klaus Glas im Ehepaar-Newsletter

Stressloser leben

„Mein Haus ist schön, meine Kinder sind schön oder ich bin schön. Alles zusammen ist ein Ding der Unmöglichkeit!“ Diesen Spruch hatte meine Freundin und Mama von Zwillingen vor Kurzem in ihrem Status. Es brachte mich zum Schmunzeln, versuchen wir doch immer wieder dieses Ding der Unmöglichkeit in die Realität um zu setzen. Doch unsere Ansprüche führen oft zu Frust, Stress oder
Übermüdung. Was kann mir und uns durch stressige Phasen helfen und lässt uns auftanken?

Mit Turnschuhen auf die Hochzeit: Kindergeburtstag. Einschulung.
Hochzeit. Diese Trilogie von Events stand bei uns an diesem Wochenende auf dem Programm. Potential für Stress und ja, den hatten wir!
Perfekt und immer schön war es nicht. So waren zum Beispiel das Haus
aufgeräumt, meine Kinder schön, aber ich war in Turnschuhen auf der
Hochzeit, denn die schicken Schuhe für mich hatte ich vergessen. Gleichzeitig können wir sagen, dass wir ein tolles Wochenende mit vielen
Highlights hatten. Verschiedene Strategien und Haltungen helfen uns
durch solche Tage und durch einen Alltag mit kleinen Kindern.

„Fröhlich schämen“
Diesen schönen Ausdruck haben wir bei Jörg Berger, Psycho- und Paartherapeut, in seinem Buch „Die Antierschöpfungsstrategie“ gefunden. Er beschreibt damit,
dass er sich lieber fröhlich schämt, als sich von den Ansprüchen und Anforderungen von außen verbiegen zu lassen. Er will sich nicht die Freiheit nehmen lassen, so zu leben, wie es ihm entspricht.
Ähnlich erging es mir in meinen Turnschuhen auf der Hochzeit. Wir sind da, feiern und freuen uns mit dem Brautpaar, wenn auch nicht im perfekten Outfit.

Und dies gilt natürlich nicht nur für Oberflächlichkeiten wie die Kleidung, sondern auch und viel wichtiger für Lebens -, Glaubens- oder Beziehungsthemen.
Welche Ansprüche haben wir da? Welche sind auch wirklich unsere
eigenen? Und können, wollen oder müssen wir diese alle erfüllen? Wir haben gespürt, dass es uns gut tut und Druck nimmt, wenn wir uns in Großzügigkeit und Großherzigkeit gegenüber anderen, aber im Besonderen gegenüber uns selbst üben. Gut, ist genug.

Prioritäten setzen
Gute Planung und Vorbereitung helfen, das wissen wir. Und wenn alles nach Plan läuft, freuen wir uns. Mit kleinen Kindern ist das aber in der Realität selten der Fall, wenn nicht gar ein Ding der Unmöglichkeit. Dann hilft es vorab einen Puffer einzuplanen, damit wir nicht in Stress geraten. Tun wir es trotzdem (und das recht regelmäßig ), hilft uns die Frage nach dem, was in dieser Situation wirklich wichtig ist. Dies gilt besonders im Blick auf den Stress, den wir uns und unseren Kindern machen. Müssen wir jetzt wirklich sofort los oder nehmen wir uns die Zeit,
unser Kind durch seinen Wutanfall zu begleiten? Muss das Haus perfekt ordentlich sein oder darf man sehen, dass wir hier leben, essen und spielen?

Zeit zum Nachkosten
Nach einer stressigen Phase versuchen wir uns bewusst weniger vorzunehmen, damit wir und unsere Kinder Zeit haben, das Erlebte zu verarbeiten und wirken
zu lassen. Dazu gehört als Ritual auch das Abendgebet, bei dem wir unseren Blick vor allem auch auf das Gute und Schöne an jedem Tag richten. So finden wir immer viele kleine und große Glücksmomente, die wir dann doppelt genießen
können. Dies schafft eine positive Haltung dem Leben gegenüber. S o erging es uns beim Schultüte basteln, das natürlich auch noch vor diesem vollen Wochenende erledigt werden musste. Obwohl es sich – ja wir geben es zu – um ein bereits vorgefertigtes Set handelte, raubte uns die Bastelei so einige Nerven. Am Abend konnten wir unser Werk bestaunen und dankbar darauf schauen, dass unser Sohn zur Schule gehen darf und wir ihn in einen neuen Lebensabschnitt
begleiten dürfen.
Zeit um uns mit Gott zu verbinden, soll ja doch immer sein. Auch dann, wenn scheinbar keine Zeit ist. Ein uns bekannter Priester sagte uns einmal, dass es nicht
immer ein langes Gebet sein muss. Der liebe Gott freut sich auch, wenn
wir ihm unseren Mittagschlaf schenken! 🙂

Als Paar weiterkommen – Anregung fürs Paargespräch
– Welche Ansprüche spüren wir, die uns unter Druck setzen?
– Das hilft mir / Das hilft uns in stressigen Situationen …
– Wenn der Stress da ist: wie können wir einander unterstützen?

Für unser Leben mit Gott
Wir beten gemeinsam: Guter Gott, gibt mir Kraft: Die Willenskraft, um
meine Aufgaben zu erfüllen. Die Schaffenskraft, um mein Leben mit
all seinen Herausforderungen zu gestalten. Die Liebeskraft, um Dich
in meinem Nächsten zu sehen. Die Erhaltungskraft, auch mal Nein zu
sagen, wenn ich nicht mehr kann. Die Glaubenskraft, um bei Dir immer
wieder auszuruhen und aufzutanken. Amen.

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