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Kurs XX Oberkirch 2024/25

Tagungsort

Schönstatt-Zentrum Marienfried
Bellensteinstr. 25
77704 Oberkirch
Tel. 07802 92850

Termine

1. Ausbildungsjahr: Ehe und Familie leben

WE  1: 26.01.-28.01.2024  Oberkirch
WE  2: 15.03.-17.03.2024  Oberkirch
WE  3: 14.06.-16.06.2024  Liebfrauenhöhe
Studienwoche 1: 30.08.-05.09.2024   Oberkirch
WE  4: 11.10.-13.10.2024  Oberkirch
WE  5: 06.12.-08.12.2024  Liebfrauenhöhe

2. Ausbildungsjahr: Ehen und Familien begleiten

WE  6: 24.01.-26.01.2025  Oberkirch
WE  7: 04.04.-06.04.2025  Liebfrauenhöhe
WE  8: 27.06.-29.06.2025  Liebfrauenhöhe
Studienwoche 2: 05.09.-11.09.2025  Oberkirch
WE  9: 10.10.-12.10.2025  Oberkirch
WE 10: 21.11.-23.11.2025  Oberkirch

>> Anmeldungsflyer zum Herunterladen

23. Absolventenkongress 2026

Absolventenkongress – Vom „Bleiben“ – mitten im Sturm?

H. Brantzen. Vom 27. bis 29. März 2026 kamen Absolventen-Ehepaare der Akademie für Ehe und Familie, Mainz, im Tagungszentrum Marienland in Schönstatt, Vallendar, zu ihrem jährlichen -Kongress zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie das Jahresmotto „Dem Wind trauen – im Sturm glauben“ konkret im Alltag gelebt werden kann.

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Foto: Bernd Haas

Auf die Plätze, fertig, los! – In Bewegung bleiben 🏃‍♂️

Liebe Ehepaare,

kennen Sie das? Man sitzt sich am Küchentisch gegenüber, bespricht die Wochenplanung oder ein kritisches Thema, und ist plötzlich irgendwie… festgefahren. Die Gedanken kreisen, die Fronten verhärten sich. Vielleicht liegt es daran, dass wir uns zu wenig bewegen? Unseren Körper und auch aufeinander zu?

Heute wollen wir den Blick auf die Verbindung von Körper und Geist lenken – und wie uns das als Paar ganz neu in Schwung bringen kann.

Viel Freude beim in Bewegung bleiben, Petra und Michael Kiess

🧠 Was uns die Hirnforschung lehrt

Vor kurzem haben wir den Podcast “Die blaue Couch” von Bayern 1 mit Interviewgast Frieder Beck gehört und seine Ideen und Erkenntnisse haben uns sehr fasziniert. Frieder Beck ist Sportwissenschaftler und Hirnforscher und erklärt, warum unser Gehirn Neues liebt, wie wir mit kleinen Routinen unser Gehirn trainieren und weshalb körperliche Bewegung die beste Medizin für unseren Kopf ist. Er beschreibt drei Elemente, die wir durch Bewegung trainieren können:

  1. Selbstregulation: Die Fähigkeit, Aufmerksamkeit und Emotionen zu steuern. Wie können wir als Paar zum Beispiel in hitzigen Diskussionen „cool“ bleiben und die eigenen Impulse konstruktiv lenken?
  2. Inhibition: Die Hemmung von automatischen Reaktionen oder Ablenkungen. Wie reagieren wir, wenn mein Partner in der Diskussionen einen wunden Punkt trifft? “Zurückschießen” oder erstmal innehalten?
  3. Kreativität: Die geistige Flexibilität, um neue Lösungswege zu finden. Gibt es bei uns Routinen, aus denen wir ausbrechen und frischen Wind in die Beziehung bringen wollen?

Wer sich bewegt, kommt demnach beim Denken auch in eine flexiblere Haltung. Dies ist elementar für eine gute Kommunikation und weniger Streit, denn oft gilt, “nicht der Klügere gibt nach, sondern der Flexiblere”. Für den Abbau von Stress ist es ebenso gut und macht uns offener für neue Lösungen. Ein Ortswechsel führt so oft zu einem Perspektivwechsel im Kopf.

👫 Der „Paar-Transfer“: Vom Stubenhocker zum Weggefährten

Wenn wir uns gemeinsam bewegen, trainieren wir also direkt unsere Beziehungsfähigkeit. Wenn der Körper geht, kommt die Seele mit und das Gehirn wird „geschmeidig“.

Wie wäre es mit einem bewussten Perspektivwechsel?

  • Gemeinsamer Sport: Fordert euch heraus! Ob Joggen, Tanzkurs oder das Fitnessstudio – das gemeinsame Ziel schweißt zusammen.
  • Walking Tour oder Spaziergänge: Im Nebeneinander-Gehen spricht es sich oft leichter als im Gegenüber-Sitzen.
  • Städtetrip oder Wanderung: Raus aus dem Alltagstrott, rein in eine neue Umgebung. Das weitet den Horizont und lässt uns den Partner wieder neu entdecken.

Passend zu diesem Gedanken der Dynamik und der inneren Beweglichkeit finden wir bei Pater Kentenich einen schönen Impuls: „Wir müssen Menschen sein, die innerlich beweglich bleiben, die immer wieder neu anfangen können.“ (J. Kentenich, 1928)

Gott ist ein Gott des Lebens, und Leben ist Bewegung. Wenn wir uns bewegen, ist Gott als unser Schöpfer mit dabei, er hat uns schließlich mit Seele und Leib erschaffen. 


❤️ Zeit für euch: Impuls für das Paargespräch

Sucht euch für die kommende Woche eine Aktivität aus, bei der ihr körperlich in Bewegung kommt. Nutzt die Zeit beim Gehen oder Wandern für folgende Fragen:

  1. Wo sind wir als Paar gerade besonders „beweglich“ und wo fühlen wir uns „eingefahren“?
  2. Welche neue Perspektive würde unserer Beziehung gerade gut tun?
  3. Was möchten wir im nächsten Monat gemeinsam „erwandern“ oder erleben?

🙏 Gebet zum Abschluss

Herr, unser Gott, Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Segne unsere Schritte, die wir gemeinsam gehen. Schenke uns die Kraft, aus der Trägheit aufzustehen und die Freude, einander immer wieder neu entgegenzugehen. Lass unsere Liebe lebendig bleiben – in Bewegung, im Wachstum und im Vertrauen auf Dich. Amen.


Kurs XXI Weiskirchen 2027/28

Tagungsort

Schönstatt-Zentrum Weiskirchen
Pommernstraße 13
63110 Rodgau-Weiskirchen
Tel. 06106-16927

Termine

Wochenende 1:  29. – 31.01.2027
Wochenende 2:  05. – 07.03.2027
Wochenende 3:  04. – 06.06.2027
Studienwoche 1:  Fr., 30.07. – Do, 05.08.2027
Wochenende 4:  08. – 10.10.2027
Wochenende 5:  19. – 21.11.2027

Wochenende 6: 04.02. – 06.02.2028
Wochenende 7: 24.03. – 26.03.2028
Wochenende 8: 19.05. – 21.05.2028
Studienwoche 2: Fr., 04.08. – Do, 10.08.2028
Wochenende 9: 22.09. – 24.09.2028
Wochenende 10: 17.11. – 19.11.2028

1. Ausbildungsjahr: Ehe und Familie leben

2. Ausbildungsjahr: Ehen und Familien begleiten

Info-Flyer

Interessenten können sich hier voranmelden:
mail-at-akademie-ehe-familie.de

Dankbare Herbstblicke

Liebes Ehepaar, der Oktober hüllt die Welt in warme Farben. Die Bäume leuchten in Rot- und Goldtönen, die Ernte ist eingebracht und die Natur bereitet sich langsam auf die Ruhe des Winters vor. Diese Herbstzeit lädt auch uns als Ehepaare ein, innezuhalten, zurückzuschauen und dankbar zu sein für die Früchte, die in unserem gemeinsamen Leben gewachsen sind. Wir wünschen Ihnen einen gesegneten und farbenfrohen Oktober mit vielen glücklichen und erfüllten Momenten. Dazu eine Geschichte:

„Ein altes Ehepaar saß an einem sonnigen Herbsttag auf seiner Veranda und schaute auf die abgeernteten Felder. Ein junger Mann, der des Weges kam, sah die beiden und fragte: „Ihr habt euer Leben lang hart gearbeitet. Nun, wo die Felder leer sind, worüber freut ihr euch noch?“ Der alte Bauer lächelte und nahm die Hand seiner Frau. „Junger Mann,“ sagte er, „wir sehen keine leeren Felder. Wir sehen das Brot, das uns den Winter über nähren wird. Wir erinnern uns an die Saat, die wir im Frühling gemeinsam ausgebracht haben, an den Regen und die Sonne des Sommers, die alles wachsen ließen. Und wir sehen die vollen Vorratskammern, nicht nur im Keller, sondern auch in unseren Herzen – gefüllt mit Erinnerungen, gemeinsamen Mühen und dem Wissen, dass einer für den anderen da war, bei der Aussaat wie bei der Ernte.“

Erntedank ist mehr als nur der Dank für Obst und Gemüse. Es ist die Einladung, die „Ernte“ unseres Lebens und unserer Beziehung in diesem Jahr zu sehen und wertzuschätzen. Der Herbst will unseren Blick auf die Fülle, das Gelungene, das Gereifte lenken und kann so neue und tiefe Verbundenheit schaffen. Dazu braucht es Raum und Zeit, den wir manchmal geschenkt bekommen, den wir aber auch manchmal selbst für uns schaffen müssen. Zwei unserer Kinder hatten in diesen Herbsttagen Geburtstag. Dazu gehören natürlich Geschenke, Gäste und Kuchen! Also wunderbarer Geburtstagstrubel! Ein weiteres Geschenk war eine kleine, ruhige Familienrunde, in der wir dem Geburtstagskind gesagt haben, was wir an ihr bzw. ihm mögen, schätzen oder auch gerne zusammen machen. Wir spürten, dass es mit allen etwas gemacht hat, Gutes gesagt zu bekommen und Gutes zu sagen. Vor Kurzem erzählte eine Kollegin aus der Schule, dass sie eine Fortbildung im Unterrichtsfach Glück mache. Wir finden die Idee spannend, sich bewusst auf die Suche nach dem Glück zu machen. Beim Stichwort “Glück” fiel uns der Satz von Pater Kentenich ein: „Dankbare Menschen sind glückliche Menschen.“ Ein einfacher Satz mit viel Potential. Pater Kentenich gibt damit nämlich eine Ausrichtung für unser Denken, Handeln und innere Haltung vor. Es geht dabei nicht darum, die Augen vor den Schwierigkeiten zu verschließen, sondern darum, den Blick bewusst auf das Gute und Gelungene zu richten – auf die vielen kleinen und großen Geschenke im Alltag in unserer Familie und in unserer Partnerschaft. Solche Menschen waren für ihn Goldgräber und Goldgräberinnen.

Als Paar weiterkommen

Nehmen Sie sich in diesem Monat bewusst Zeit füreinander. Vielleicht bei einem Spaziergang durch den bunten Herbstwald oder bei einer Tasse Tee am Abend. Die folgenden Fragen können dazu anregen, ins Gespräch zu kommen:

  • Wenn wir auf unsere gemeinsame „Ernte“ dieses Jahres schauen: Wofür bin ich dir ganz persönlich dankbar?
  • Welche „Herbststürme“ (Herausforderungen) haben wir gemeinsam gemeistert und was hat uns dabei stark gemacht?
  • In welchen Momenten habe ich mich von dir in letzter Zeit besonders geliebt und wertgeschätzt gefühlt?
  • So wie die Natur im Herbst ihre Farbenpracht zeigt: Welche besonderen „Farben“ und Eigenschaften an dir liebe ich heute ganz besonders?

Wir beten gemeinsam: Guter Gott, wir danken dir für den Herbst, für die Farbenpracht der Natur und die reiche Ernte, die du uns schenkst. Wir danken dir auch für die Ernte in unserem Leben, für die Früchte unserer Liebe und unseres gemeinsamen Weges. Hilf uns, immer wieder mit den Augen der Dankbarkeit aufeinander zu schauen und das Gute im anderen zu sehen. Lass unsere Liebe weiter reifen und stärke unser Vertrauen, dass du uns in allen Jahreszeiten unseres Lebens begleitest. Segne uns und unsere Ehe, damit wir füreinander und für andere ein Zeichen deiner Liebe sein können. Amen.

Vorsicht Vergleichsfalle

Ein Beitrag von Verena und Stefan Groß aus dem Schönstatt Ehepaarnewsletter.

Liebes Ehepaar, manche Gedanken schleichen sich in unser Denken, in unsere Gespräche, in unser Miteinander, und nehmen plötzlich einen Raum ein, der so nie gedacht und gewollt war. Egal ob es um den anstehenden Urlaub geht, die Arbeit, die Betreuung der Kinder oder mal wieder etwas Zeit für mich; oft scheinen andere alles besser zu machen. Beim Vergleichen blicken wir schnell auf die, die mehr zu haben scheinen. Ein Leben im Konjunktiv und Komparativ statt im Augenblick. Wer dem Phänomen auf die Schliche kommt, kann (miteinander) die Denkrichtung ändern!

Wir saßen im Garten bei Freunden. Ein lauer Sommerabend. Das Essen war köstlich gewesen. Nun warteten wir auf das Dessert. Unser Blick schweifte durch den herrlich angelegten Garten. Gemeinsam träumten wir. Ach, ist das schön! Wenn wir doch auch nur zehn Quadratmeter mehr Fläche hätten; nur zehn! Statt gemeinsam zu Genießen führten diese Überlegungen eher zu beidseitiger und wechselseitiger Unzufriedenheit; zum Glück kamen die Freunde dann mit dem Nachtisch!

Der österreichische Philosoph, Psychoanalytiker und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick hat in seiner „Anleitung zum Unglücklichsein“ die Kunst beschrieben, mit der es uns in kürzester Zeit gelingt, uns selbst unglücklich zu machen. Beste Voraussetzungen haben beispielsweise diejenigen, die auf den Urlaubspostkarten sofort jeden Rechtschreibfehler entdecken oder beim Einkaufen mit absoluter Treffsicherheit immer die längste Schlange an der Kasse erwischen. „Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.“ Das hat man uns schon gesagt, als wir noch Kinder waren. Und in unserem Kopf wissen wir es auch; aber glauben tun es nur einige wenige Glückliche. Glaubten wir es nämlich, dann wüssten wir, dass wir nicht nur die Schöpfer unseres eigenen Unglücklichseins sind, sondern genauso gut unsere Glücklichkeit selbst schaffen könnten“ (Paul Watzlawick).

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/birke-b%C3%A4ume-birkenwald-natur-gras-7269226/

Es klingt so einfach, und ist doch so herausfordernd: gerade wenn Vergleiche sich nicht nur auf Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeiten beschränken, sondern sich auch negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken. Im permanenten Vergleich mit „Besseren“ können Neid, Frustration und Minderwertigkeitsgefühle entstehen. Im Blick auf andere sehen wir meist nur deren „Best-of“: Urlaube, Erfolge, glückliche Beziehungen. Fast wie in einem Fotoalbum aus Kindertagen, das wir wehmütig in Händen halten. Die gute alte Zeit! Damals war doch alles … Selbst wenn man „besser“ wird oder mehr erreicht, verschiebt sich auch schnell die Vergleichsgrundlage. Fremde Maßstäbe können außerdem dazu führen, dass man seine eigenen Werte, Ziele und Fortschritte vernachlässigt und der innere Kompass somit die Orientierung verliert. Dieses Phänomen zu erkennen, zu verstehen und den Mechanismus zu durchschauen, ist und bleibt die Voraussetzung dafür, etwas zu ändern. Dies gilt für mich und meine Gedankenwelt genauso, wie in der Kommunikation mit anderen, in der Partnerschaft oder in einer Gruppe. Gerade als Ehepaar können wir einander Spiegel und Wegweiser sein. Wo Abwertungen und negative Vergleiche einen zu großen Raum einnehmen, helfen Hinweise, weiterführende Fragen oder klare Stoppsignale.

Manchmal braucht es nicht viel, um sich gemeinsam bewusst zu machen, was hier gerade passiert: „Ich glaube nicht, dass uns das weiterbringt!“ Oder: „Ich sehe, dass dir das im Augenblick zu schaffen macht – darf ich dir zeigen, was ich in dir sehe, unabhängig von anderen?“ Oder: „Lass uns gemeinsam überlegen, was du dafür tun kannst, das zu verändern!“ Oder: „Was genau hat dich an der anderen Person getriggert – und was sagt das vielleicht über deine eigenen Wünsche oder Werte?“ Das sind kommunikative Judotechniken, die die Energie umlenken helfen.

Als Paar weiterkommen:

  • Welche Vergleiche sind für uns Motivation und Inspiration, unsere eigenen Wege zu finden und zu gehen?
  • An welchen Stellen müssen wir aufeinander achten, nicht in Vergleichsfallen zu tappen?
  • Worin zeigt sich für mich die Einzigartigkeit meiner Partnerin/meines Partners oder unserer Kinder?

Für unser Leben mit Gott Guter Gott: „Wir danken dir, für die Einzigartigkeit, mit der du uns jeweils gemacht und gedacht hast. Ein Schatz, den es täglich neu zu entdecken gilt. Gib uns die Kraft, dies nicht im Vergleich zu tun, sondern mit offenen Augen und Herzen zu sehen, wahrzunehmen und die Besonderheit zu spüren. Beschenke uns damit, Unterschiede zu erleben und ins Wort zu bringen, um anderen ein Geschenk zu bereiten und zugleich bei uns selbst anzukommen.“ Amen

Konsumaffäre

Tina und Falk, beide berufstätig, zwei Kinder, finden abends vermeintliche Entspannung vor dem Fernseher (er) und beim Durchforsten von social media und Einkäufen im Internet (sie). Dass sie abends eine Runde spazieren gingen miteinander oder joggen, liegt schon lange zurück. Beide meinen: ich brauch diese Zeit für mich alleine dringend, um runterzukommen vom Stress des Tages.

Entspannung ist wichtig. Und dass ich spüre, welche Entspannung mir gut tut. Abgesehen davon, dass konsumieren nur kurzzeitig füllt, aber nicht erfüllt, tut es der Beziehung gut, wenn wir uns auf die Suche begeben, wie wir auch miteinander immer wieder entspannen können. Die Ideen dazu brauchen eventuell Zeit und kommen meist nicht von alleine schnell und kreativ um die Ecke. Es bedarf Mut zum Ausprobieren, Scheitern und wieder Versuchen. Was steckt hinter diesen „Konsumaffären“? Sie bedeuten ja nicht die Affäre mit einer anderen Person, sondern mit Dingen wie Essen, Shoppen, Serien schauen, Alkohol, … die kurzfristig trösten und beruhigen, kurzfristig Lust versprechen und zur Flucht werden vor dem Partner oder gar Nähe zu ihm ersetzen sollen. Manchmal spürt einer der beiden oder auch beide: „Wir sind viel zu wenig verbunden, ich weiß nichts mehr über den anderen, wir verlieren uns langsam.“ Es ist weder Faulheit, noch Desinteresse am anderen, auch wenn das auf den Partner vielleicht so wirkt. Oft sind die Ursachen Frust, Überforderung, Stress oder unerfüllte Sehnsüchte. Und weil echte Nähe immer Arbeit bedeutet – vielleicht sogar Schmerz – greifen wir lieber zu bekannten, schnellen Lösungen. Nur: kurzfristige Entlastung schafft langfristig Entfremdung.

Miteinander Zeit verbringen hilft uns gemeinsam zu wachsen und Nähe zu spüren. Diese wiederum gibt Kraft für unsere Aufgaben, die täglich auf jeden warten.

Clara und Holger genießen, dass einer von beiden den Kopf in den Schoß des anderen bettet und sie sich dann gegenseitig vom Tag erzählen. Danach bleibt immer noch Zeit für individuelle „Erholungen“. Hanna und Pit erfreuen sich einen Abend die Woche bei Brettspielen. Das ließe sie wunderbar entspannen, erzählen sie. Allerdings nur, wenn egal ist, wer gewinnt, ansonsten wäre die Gefühlslage anstrengend und nicht Ehe-fördernd. Mara und Alex sitzen Mittwoch abends alle zwei Wochen in ihrem Gartenstrandkorb (im Winter auf der Ofenbank), erzählen sich, was ihnen gerade guttut und Freude macht und planen (den Urlaub, den nächsten Hauskreis, die neue Gartenecke, …). Was allen drei Paaren wichtig geworden ist: Du, mein Partner musst nicht perfekt sein.

Wahres Glück hängt nicht von perfekten Umständen ab – sondern davon, was wir aus unseren Umständen machen und wie hoch wir die Messlatte anlegen. Wir beide sind am Wachsen, und dabei gibt es auch Frost- und Schnittzeiten. Da ist Einer, der dabei hilft, Einer, von dem der neue Papst Leo XIV. sagt: „Wir alle sind in den Händen Gottes. Lasst uns daher ohne Angst, Hand in Hand mit Gott und miteinander, weitergehen! … Christus geht uns voraus. Die Welt braucht sein Licht. Die Menschheit braucht ihn als Brücke, um von Gott und seiner Liebe erreicht zu werden.“

Als Paar weiterkommen

  • Gibt es etwas, das mich einmal am Tag herunterbringt vom Stresslevel?
  • Gibt es etwas, das dich einmal am Tag herunterbringt vom Stresslevel?
  • Wie können wir uns gegenseitig den Rücken freihalten, um dem nachzugehen?
  • Leben wir derzeit in einer „Konsumaffäre“? Was wollen wir ausprobieren, um gemeinsam „abzuhängen“, neue Kraft und Beziehungsschwung zu finden?

Für unser Leben mit Gott

Guter Gott, wir kümmern uns um unzählige Dinge am Tag, aber für dich bleibt oft keine Zeit. Das wollen wir ändern. Jedes Mal, wenn eine Ampel auf rot schält, wollen wir an dich denken, uns an dich wenden, mit dir die Wartezeit verbringen, dir erzählen, was uns bewegt, wofür wir dir danken, wofür wir deine Hilfe dringend brauchen. Bis bald, Gott, bis zur nächsten roten Ampel. Amen.

Ein Beitrag von Claudia und Heinrich Brehm, Vallendar

Grow together

Vier Wochenenden für uns

>> Hier ist der Flyer dazu

Wenn ihr…
als Paar und Familie miteinander wachsen wollt,
… dann ist der „Grow together“ – Kurs genau das Richtige für euch!

11.-13. April 2025
3.- 5. Oktober 2025
20-23. März 2026
18.-20. September 2026

„ together“ – miteinander wachsen :

Gemeinsam
dem Ziel entgegen, das Gott für jeden Menschen auserwählt hat
als Paar, als Familie, an/ mit Gott

Richtig
wirklich und mit Kraft

Originell
jeder Mensch auf seine Weise als
einzigartiges Original

Wachsen
dem Ziel entgegen, das Gott für jeden Menschen auserwählt hat

Beitragsfoto: privat

>> Hier ist der Flyer dazu

Staffelübergabe -Interviews

>> Artikel auf www.schonstatt.de

Staffelübergabe bei der Akademie für Ehe und Familie – Die alte und die neue Akademieleitung im Interview

Michael Defrancesco. Vor 25 Jahren wurde die Akademie für Ehe und Familie gegründet. Zum Jubiläum wurde nicht nur groß beim Absolventenkongress im Tagungshaus „Marienland“ gefeiert, sondern es wurden auch die Weichen neu gestellt. Denn nach 25 Jahren gaben Maria-Theresia und Hubertus Brantzen die Leitung der Akademie ab und überreichten den Staffelstab an Elisabeth und Bernd Haas. Am Rand der Feierlichkeiten blieb Zeit für ein kleines Gespräch mit der ehemaligen und der zukünftigen Leitung.

>> weiterlesen

 

Foto: Michael Defancesco

22. Absolventenkongress 2025

>> Artikel auf www.schonstatt.de 

Absolventenkongress „25 Jahre Akademie für Ehe und Familie“ in Schönstatt: „Du schreibst Geschichte“

Michael Defrancesco. Wenn der Palmsonntag naht, dann wissen die Absolventen der Akademie für Ehe und Familie, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist und dass es Zeit ist, die Koffer zu packen – für den Absolventenkongress im Tagungszentrum Marienland in Schönstatt, Vallendar. In diesem Jahr ging es um Geschichte: um die eigene und um die der Akademie, denn vor 25 Jahren entstand dieses Schulungsangebot von Familien für Familien.

>> weiterlesen

 

Foto: Michael Defancesco

Übergänge

„Oh man. Ich habe es gar nicht richtig gecheckt – und schon war mein Kindergeburtstag vorbei“, bemerkte unser Sohn am Abend. Er schaute sich etwas verwirrt im leergefegten Partyzimmer, das vormals unser Wohnzimmer war, um. Eben noch Trubel, lautes Lachen, erhitzte Köpfe vom Fußballspielen, Marshmallow-Grillen am Lagerfeuer. Und jetzt? Plötzlich Ruhe. Keine Action mehr. “Fühlt sich komisch an, dass auf einmal alle weg sind“, findet er.

Bekannt sind uns allen die „großen Übergänge“, wie etwa eine Schwangerschaft, oder der Übertritt vom Kindergarten in die Schule. Hier haben wir klar, dass es sich um einen solchen handelt, der gestaltet werden will. Wir machen Pläne, zelebrieren Rituale und werten sie symbolisch auf. Es gibt Vorschulprogramme, ein gemeinsames Ranzen kaufen, den Schnuppertag in der Schule und das Füllen der Schultüte. Wir feiern den Abschied vom Kindergarten und den ersten Schultag. …

Weiterlesen unter:

https://www.schoenstatt.de/de/uploads/2025-news/ehenewsletter/20250218EheNewsletter_146WEB_Uebergaenge.pdf

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