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Kurs XIX Weiskirchen 2022/23

Tagungsort

Schönstattzentrum Weiskirchen
Pommernstr. 13
63110 Rodgau / Weiskirchen
Telefon 06106-16927

Termine

1. Ausbildungsjahr: Ehe und Familie leben

WE 1: 28.-30.01.2022
WE 2: 25.-27.03.2022
WE 3: 06.-08.05.2022
Studienwoche 1: 05.-11.08.2022
WE 4: 07.-09.10.2022
WE 5: 25.-27.11.2022

2. Ausbildungsjahr: Ehen und Familien begleiten

WE 06: 27.-29.01.2023
WE 07: 03.-05.03.2023
WE 08: 16.-18.06.2023
Studienwoche 2: Fr. 28.07. – Do, 03.08.2023
WE 09: 06.-08.10.2023
WE 10: 17.-19.11.2023

Interessenten können sich hier voranmelden:
info@akademie-ehe-familie.de

Zusammenbruch oder Chance?

“Wenn etwas zusammenbricht, ein Plan zusammenbricht, jetzt nicht selber auch zusammenbrechen, sondern aufbrechen.” (Pater Josef Kentenich)

Beim Lesen dieses Zitats kam uns erneut die aktuell ungewisse Zeit in den Sinn. Die Welt dreht sich immernoch um Corona, Lockdown, Kurzarbeit, (mal wieder) geschlossene Schulen und Kitas und ein Alltag, der so gar nicht alltäglich ist. Irgendwie haben wir es langsam leid, immer auf ein “danach” zu warten. Viel besser wäre doch ein “hier und jetzt” um das, was alles rund herum förmlich zusammenbricht nicht nur von der Seite anzustarren, sondern das vermeintlich Beste draus zu machen.

Ich arbeite im Einzelhandel: Monate ohne Umsatz und ein negatives Betriebsergebnis lassen den Druck höher und höher werden. Fast alle sind in Kurzarbeit. Die Eltern sind das Home-Schooling leid und die Lehrer*innen haben meist die doppelte Belastung. Viele unserer Freunde und Groß-Familie sind beruflich ebenfalls betroffen.

Und doch merken wir, die Zeit als Paar und als Familie tut uns gut und wir entdecken neue Möglichkeiten: Unser Garten erstrahlt in neuem Glanz, unser 3-jähriger Sohn hat letzten Monat Windel und Schnuller an den Nagel gehängt und ich habe mit unserem 5-jährigen so viel Zeit mit dem Fußballspielen verbracht wie noch nie. Und auch wir als Paar können gerade ab und zu wieder ausschlafen und die Zeit für ein Ehe-Gespräch am Abend wird nicht von anhaltender Müdigkeit durchkreuzt. Es tut gut, dass wir uns ab und zu nicht von unseren Ängsten treiben lassen, sondern das Ruder selbst in die Hand nehmen und darüber im Gespräch bleiben. Unsere Ängste dürfen wir vor Gott bringen, er soll uns aber auch die Kraft geben, die Chance zu erkennen und anzupacken.

Foto: Pixabay.com

Für unser Leben als Paar stellen wir uns in der Zeit zu Zweit folgende Fragen:
• Wir sagen uns, was uns aktuell Angst macht und beschließen, dass wir in unseren Ehe- und Familiengesprächen das Positive in den Blick nehmen.
• Wie können wir die Zeit miteinander gewinnbringend gestalten?
• Wen möchten wir in unser Gebet mit einschließen?
• Wo gibt es für uns noch ungenutzte Chancen zu denen wir aufbrechen möchten

Für unser Leben mit Gott beten wir gemeinsam:
Jesus, Gott und Heiland, in einer Zeit der Belastung und Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu dir. Stehe uns bei mit deiner Macht. Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen, sondern Wege finden, miteinander in Kontakt zu bleiben. Lass uns die Widrigkeiten und Herausforderungen annehmen und daran wachsen. Danke, dass du bei uns bist und uns hindurchbegleitest. Amen.

(nach Bischof Dr. Stephan Ackermann / Trier)

Wie flexibel sind wir eigentlich?

Die Welt steht irgendwie immernoch Kopf. Die Corona-Pandemie bestimmt nach wie vor unseren Alltag. Ausgangssperre, Home-Schooling und geschlossene Läden sind unsere aktuelle Wirklichkeit.

Wir finden es gerade in dieser Zeit spannend zu sehen, wie einige unserer Mitmenschen Stress, Druck, Frust und Misserfolg besser bewältigen können als andere. Das können wir beobachten im eigenen Freundeskreis, in der Gemeinde und auch innerhalb von Familienkonstellationen. Diese Menschen sind besonders resilient, denn sie blieben in schwierigen Situationen beständig und psychisch stabil.

In der Wissenschaft werden 7 Haltungen der Resilienz definiert:

  • Optimismus,
  • Akzeptanz,
  • Lösungsorientierung,
  • Opferrolle verlassen,
  • Verantwortung übernehmen,
  • Netzwerke aufbauen,
  • Zukunft planen.
Bildquelle: https://pixabay.com/photos/tree-pine-rock-symbol-metaphor-2743254/

Diese Widerstandsfähigkeit ist bei uns Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Bereits in der Kindheit werden dafür die Grundlagen gelegt. Die Erfahrung von Wertschätzung, Ermutigung und Unterstützung bereits in frühester Kindheit fördert die psychische Stabilität. Aber auch im Erwachsenenalter kann dies noch verbessert werden. Doch es braucht natürlich mehr Zeit, um verfestigte Denk- und Handlungsmuster zu verändern.

Nehmen wir uns in der heutigen Zeit zu zweit doch vor über dieses Thema in´s Gespräch zu kommen. Folgende Fragen können dazu anregen:

  • Was spricht mich bei diesem Thema an?
  • Wie nehme ich mich selbst wahr? Wo bin ich bereits flexibel, wo möchte ich das mehr sein (können)?
  • Was fällt mir beim Partner positiv auf?
  • Gibt es eine dieser Haltungen, in der ich / Du richtig gut bist?
  • In welchen Situationen versuche ich in den nächsten Wochen “dran” zu bleiben und meine Widerstandsfähigkeit zu trainieren?

Geh´und…

Abrahams Berufung und Zug nach Kanaan:

“Und der HERR sprach zu Abraham: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abram aber war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran zog.”

“Das Jahr 2020 ist rum – endlich!” So denkt wohl der ein oder andere. Viele Krisen, besonders naturlich die Coronakrise haben unseren Alltag und unsere Gesellschaft herausgefordert. Die Herausforderung bleibt, aber hoffentlich auch die Zuversicht, dass es 2021 besser wird.

Mit befreundeten Familien stellten wir heute fest: Die Corona-Krise konnte uns auch viele neue Wege aufzeigen und zeigte uns die Besinnung auf´s Wesentliche. Freundschaften online pflegen, ein Geburtstagstelefonat ganz bewusst führen, oder neue berufliche Optionen mit Home-Office usw…

Auch Abram hatte in seinem Leben Krisen zu bewältigen, doch dann sendet Gott ihn aus: “Geh!” Abram empfängt eine Verheißung, einen Auftrag und damit verbunden eine neue Hoffnung. Dürfen wir uns denn nicht auch als Gesandte Gottes für unsere Zeit verstehen?!

Nutzen wir die erste Zeit zu Zweit im neuen Jahr für folgende Fragen:

  • Welche Herausforderungen sehe ich?
  • Wo kann ich mich einsetzten?
  • Was möchte Gott von mir?
  • Wo kann ich Antwort geben?

Abschließend suchen wir gemeinsam nach dem “Ruf Gottes” durch uns:

  • Wie könnte Gottes Ruf an mich für das neue Jahr 2021 lauten?

Geh und hab Mut!

Geh und probiere Neues!

Geh und lache!

Geh und hilf!

Geh und …???

Viel Freude auf der Suche nach DEINEM Ruf und alles Gute im neuen Jahr!

Bildquelle: Pixabay.com

Wie wird Weihnachten?

Ein ziemlich anderes Jahr, ein ziemlich anderer Advent und ein ziemlich anderes Weihnachtsfest – 2020 lief wohl nicht so, wie fast alle von uns es sich vorgestellt haben. Umso wichtiger, dass wir dieses Jahr als Paar nochmal Revue passieren lassen. Wie erging es uns? Welche neuen Erfahrungen habe ich / haben wir dieses Jahr gemacht? Was habe ich / haben wir Neues gelernt? Wofür bin ich / sind wir dankbar? Welche Wünsche und Hoffnungen habe ich / haben wir für das kommende Jahr?

Und dieses Jahr feiern wir Weihnachten einmal anders. Vielleicht kann es eine Gelegenheit sein, über Gewohnheiten, Rituale und Bräuche nachzudenken. Wie können wir auf Distanz, aber uns auch gleichzeitg nahe sein? Was ist mir am Weihnachtsfest wichtig? Warum? Welcher Wert steckt für mich dahinter?

Dieses Jahr wird eben nicht alles “wie immer” ablaufen. Um eine Enttäuschung vorzubeugen, lohnt sich eine gute Vorbereitung. Was bietet meine Gemeinde an? Muss ich mich dafür anmelden? Oder wollen wir lieber “Heimnachten” feiern? Im Internet finden sich viele gute Anregungen für ein Weihnachtsfest bzw. ein Krippenspiel zu Hause. Was passt zu uns? Was brauchen wir dafür?

Weihnachten – einmal anders, ganz neu, ganz nah?

Corona – schon wieder oder immernoch? Oder: Was ist die Chance?

Es ist Herbst und wie von einigen Experten bereits vorhergesagt steigt die Zahl der Neuinfektionen. Ob in Schule, Beruf oder in den Medien, Corona ist stets präsent. Seit nun fast einem Jahr. Viele Menschen empfinden die Schutzmaßnahmen oder Quarantäneregeln als Einschränkung ihrer Lebensqualität und ihrer Freiheit. Aber in vielen Gesprächen und in unserer eigenen Lebenswelt durften wir auch viele positive Erfahren dadurch machen.

Ein Beispiel: In den nächsten Tagen erwarten wir unser drittes Kind. Für den Besuch im Krankenhaus gibt es ganz klare Regeln, ein Besucher und bis zu zwei Geschwisterkindern (passt bei uns noch genau 😉 ) pro Tag für zwei Stunden. Eine klare Einschränkung, mein Mann darf nur für so kurze Zeit jeden Tag zu mir und unserem Neugeborenen. Im Vorgespräch erzählt mir die Hebamme, dass es auf der Wochenstation noch nie so entspannt für Mamas und Babys war und sie quasi keinerlei Probleme mehr mit dem Stillen haben, weil weder Mama noch Kind abgelenkt werden. Kann diese Besuchseinschränkung für mich geschenkte Zeit werden? Lässt sie mich den Fokus auf das Wesentliche richten?

Bildquelle: Pixabay

Und noch etwas anderes fällt mir dazu ein. Vielleicht in seiner Wortwahl etwas altmodisch, aber in seiner Bedeutung sehr präsent: Unmäßigkeit. In der Tradition der Kirche eine der sieben Todsünden. Das klingt gleich sehr dramatisch, aber was passiert eigentlich bei Unmäßigkeit? Wir verlieren den Blick auf das, was wichtig ist.

Ich glaube, dass unsere Gesellschaft in vielen Bereichen unmäßig übertreibt. Das bezieht sich nicht nur auf Essen und Trinken, sondern auch auf Konsumgüter, Freizeitangebote, Leistungsforderungen, und und und. Durch Corona oder vielleicht sogar dank Corona, werden wir wieder mehr mit uns selbst konfrontiert.

Wir wollen Euch einladen die Erfahrungen der letzten Wochen und Monaten als Chance zur Selbstreflexion zu nutzen und diese mit Eurem Partner ins Wort zu bringen. Wir merken: Auch Ängste sind berechtigt, es lohnt sich über die eigenen Gefühle in den Austausch zu gehen.

Fragen für das Gespräch zu zweit:

  • Was ist mein Maß?
  • Was brauche ich wirklich?
  • Von was (welchen Gegenständen, Treffen, Gewohnheiten, Angeboten) will ich mich trennen?
  • Von was will ich noch mehr? Was tut mir gut?
  • Was geht mir so wirklich ab?
  • Worauf freue ich mich schon, wenn es wieder möglich wird?

Du hast ja wohl ´ne Macke…

Das kennen wir doch alle: Die kleinen Macken unseres Partners nerven uns im Alltag und dies endet viel zu oft in sich wiederholenden Streitereien. Dabei rückt ein konstruktiver Weg zur Lösung in weite Ferne. In einer aktuellen Umfrage nannten beide Geschlechter jeweils die nervigsten Macken ihres Partners:

Die schlimmsten Macken von Frauen

  1. Wenn sie nicht konkret sagt, was sie will. (52%)
  2. Wenn sie ständig seine Sachen wegräumt und er sie nicht wiederfindet. (30%)
  3. Wenn sie ihn ewig warten lässt und zu spät kommt. (26%)
  4. Wenn sie immer telefonieren will und viele SMS schreibt. (25%)
  5. Wenn sie sich beschwert, dass er sich nicht alles Erzählte merken kann. (25%)

Die schlimmsten Macken von Männern

  1. Wenn er ihr nicht zuhört und später erstaunt nachfragt. (38%)
  2. Wenn er anderen Frauen in ihrem Beisein hinterherschaut. (36%)
  3. Wenn er überall seine Klamotten liegen lässt. (32%)
  4. Wenn er nicht im Haushalt hilft. (32%)
  5. Wenn er beleidigt ist, wenn sie etwas ohne ihn unternimmt. (31%)

Im Juli nehmen wir uns Zeit um mit dem Partner ganz offen über unsere eigenen Macken zu sprechen. Was im Alltagsstress zu Streit führt, soll an einem entspannten Abend zur Sprache kommen dürfen. So kann man sie beim nächsten Mal vielleicht leichter ertragen oder die Macke sogar mit einem Lächeln zur Kenntnis nehmen. Sie sind schwer zu ändern, doch wir können probieren daran zu arbeiten bzw. den Partner besser zu verstehen. Für den Eheabend wollen wir jedoch nicht mit Vorwürfen konfrontieren, sondern uns im ersten Schritt selbst unter die Lupe nehmen. Folgende Fragen können dabei helfen:

1. Jeder schreibt für sich auf: “Ich vermute, dass ich Dir auf die Nerven gehe mit…”

2. Wir kommen über die aufgeschrieben Dinge ins Gespräch. Jeder erzählt von sich!  

3. Welche Möglichkeiten finden wir um mit diesen Macken umzugehen?

4. Kann mir mein Partner dabei sogar helfen? Wie?

5. Ein Ausblick: Bis zum nächsten Paargespräch nimmt sich jeder einen Vorsatz im Sinne der persönlichen Weiterentwicklung.

Bildquelle: Pixabay

Wenn Corona-Zahlen steigen

Wenn ich mir in diesen Tagen Bilder anschaue, auf denen Menschen zu sehen sind, die sich in großen Trauben zusammenfinden, feiern und Corona Corona sein lassen, dann frage ich mich: Warum verhalten sie sich so? Und da fallen mir schon einige Antworten ein:

  • Vielleicht tun sie es einfach als Gegenreaktion zu der Vereinzelung der vergangenen Monate.
  • Vielleicht ist es Trotz gegen die Verhaltensmaßregelungen.
  • Oder die Lust und die Aggression, Widerstand gegen die Bestimmer zu leisten.
  • Oder das Vergnügen, über die Stränge zu schlagen.
  • Der Kampf um die Freiheit.
  • Oder ein „Todestrieb“, wie der alte Freud ihn beschrieb.
  • Die Unfähigkeit, für das Ganze zu denken und zu handeln.
  • Egoismus nach dem Motto: Hauptsache, ich habe Spaß.
  • Oder ganz einfach Unachtsamkeit.
    … und da gäbe es sicher Vieles mehr.
Foto: pixabay.com

Und dann frage ich mich selbst:

Wie ist mein eigenes Lebensgefühl im Moment?
Was würde ich im Moment am liebsten tun – und lassen?
Mit wem würde ich mich am liebsten wieder mal treffen – Vorsichtsmaßnahmen hin oder her?

Wir teilen diese Gedanken in der Zeit zu Zweit.

Ein Beitrag von Hubertus Brantzen

Halbzeit – Pause

01. Juli – Halbzeitpause für das Jahr 2020! Grund genug, um durch zu schnaufen, sich einen Moment Zeit zu nehmen, den Blick zurück, aber auch voraus zu wagen.

Wie kaum ein anderes Jahr hat uns 2020 bisher mit der Corona-Pandemie und ihren Folgen überrascht, herausgefordert oder auch überfordert. Erwartungen, Hoffnungen und Pläne bleiben (vorerst) unerfüllt, fordern uns aber auch heraus offen für Neues zu sein und Gott ganz bewusst mit ins Spiel zu holen.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/directory-wood-direction-vacations-393839/

Die letzten Wochen und Monate sind eine noch nie dagewesene Ausnahmesituation auf allen Ebenen, wirtschaftlich, politisch, familiär, persönlich. Andere Umstände ermöglichen vielleicht auch neue Erkenntnisse und Wachstumschancen. Wir kommen darüber in´s Gespräch:

  • Gibt es etwas, was ich über mich lernen konnte? Wer oder was wurde mir wichtig?
  • Welche Eigenschaften habe ich bei meinem Partner, bei unseren Kindern (wieder neu) entdecken dürfen?
  • Wofür möchte ich „Danke“ sagen?
  • Welche Wünsche und Hoffnungen habe ich noch für die nächsten 6 Monate? Was kann ich dafür tun, damit sie Realität werden?
  • Welches Anliegen möchte ich Gott und der Gottesmutter besonders anvertrauen?

Pro und Kontrast

In dieser Zeit zu Zweit laden wir ein, eine virtuelle Ausstellung zu besuchen. Wir hoffen, es regt euch zum Gespräch an.

Über folgende Homepage gelangt ihr direkt zur Ausstellung:

http://www.kiess-online.net

Es gibt ein Begrüßungsvideo der Künstlerin Maria Kiess und hier noch ein Intro zur Ausstellung als Audiodatei. Die Ausstellung ist bis 31.7.2020 online.

Folgende Fragen könnt ihr für euer Paargespräch nutzen:

  • Welches Bild hat mich / uns besonders angesprochen? Warum?
  • Wo sind wir beide stark im “Pro” oder wo sind wir beide ein starker “Kontrast”?
  • Beende den Satz: “…nach der Ausstellung denke ich nach über…”
  • War irgendwo in den Bildern, beim Zusehen oder in meinen Gedanken Gott zu spüren?
  • Was wünsche ich mir für die kommende Zeit für uns als Paar?

Wir wünschen euch viel Vergnügen!

Stofftiere, Bausteine und das Liebesbündnis

Ball, Plüschtiere, Duplo-Bausteine… Das alles lag im Wohnzimmer am Boden bei uns. Die Dinge sind herausfordernd – gerade, wenn man sich nach einem schönen aufgeräumten Wohnzimmer sehnt – wie ich! Was das Ganze in unseren Augen mit dem Liebesbündnis zu tun hat, wollen wir in diesem Impuls (und Kurzvideo) erklären.

Liebesbündnis bezeichnet in der Spiritualität Schönstatts letztlich das Urbündnis zwischen Gott und dem Menschen. Dieses Bündnis, das für uns ganz persönlich gilt und uns in der Taufe als Einzelperson zugesprochen ist, hat nochmal einen besonderen Ausdruck durch unsere Hochzeit, durch unsere Eheschließung am 26.07.2014 bekommen.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/directory-wood-direction-vacations-393839/

Wir als Paar vertrauen darauf, dass da einer mitgeht! Dieses Liebesbündnis, dieses vertrauensvoll im Bund miteinander stehen, entfaltet sich dann! So bauen wir – ausgehend von unserem Tauf-und Ehebündnis mit Gott und dem Kreuzeswort und Geschenk Jesu „Siehe deine Mutter“, darauf, dass dieses Bündnis auch in besonderer Weise zwischen Maria, der Gottesmutter, und uns gilt.

Doch nicht nur – im Bild gesprochen – nach oben sind wir durch das Liebesbündnis verbunden, sondern auch untereinander. In dem wir rückgebunden sind an Gott und Maria fühlen wir uns auch verbunden mit anderen Menschen, die ebenfalls aus diesem Liebesbündnis leben. Mit konkreten Menschen. Mit Freunden wie Petra und Michael, mit anderen Familien wie Familie Birringer oder auch mit Verstorbenen, wie mit meiner Mama. Das Liebesbündnis ist eine konkrete Form, die bei aller Trauer und allem Schmerz über den Verlust deutlich macht, dass es in der Liebe eine Verbindung gibt, die stärker ist, als der Tod.
Gelebtes Liebesbündnis bedeutet für uns auch immer eine Dimension mehr zu erahnen, als das, was sichtbar ist. Und hier sind wir bei der Kiste/Tasche vom Anfang. Denn diese Dinge sind nicht in erster Linie Dinge, die unseren Wohnzimmerboden chaotisch erscheinen lassen, sondern das Spielzeug unserer Töchter. Die beiden mitzudenken, dankbar mitzuden-
ken, ihr Lachen und ihre Freude mitzudenken, wenn wir das abends dann gemeinsam aufräumen – wohlwissend, dass es am nächsten Tag wieder da liegt – ist für uns hilfreich.

Diese Dimension mitzudenken, dass hinter dem Spielzeug, wie auch beim Liebesbündnis, wichtige Lebensbeziehungen stehen, hat das Liebesbündnis mit dem Spielzeug gemeinsam.

(Impuls von Ehepaar Hofmann)

Impuls-Fragen für das Paargespräch:

  • Welche Assoziation kommt uns als Paar in den Sinn, wenn wir den Begriff “Liebesbündnis” hören?
  • Welche Aufgaben des Alltags können statt Ärger auch mit einem Lächeln geschehen, wenn sie aus Liebe erledigt werden?
  • Mit wem fühlen wir uns im Liebesbündnis verbunden?
  • Wo und wann haben wir in letzter Zeit eine Verbindung mit Gott gespürt?