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Wachstum – mit Kopf und Herz

Pater Kentenich, der Gründer der Schönstattbewegung, spricht von Wachstumsgesetzen für die Entfaltung der menschlichen Person. Jeder Lebensprozess unterliegt allgemeinen Wachstumsgesetzen, die sich auch auf die Beziehungsentwicklung übertragen lassen. Im Laufe der Beziehung dürfen wir als Paar spüren, wie wir zusammen wachsen – in die Tiefe und in die Höhe!

herz-kopf-balance

Die Wachstumsgesetze setzen sich wiefolgt zusammen:

1) Wachstum geht langsam

Jede Beziehung braucht Zeit. Zeit zum Entwickeln und zum Kennen lernen – Zeit, um eine gemeinsame Gesprächskultur zu entwickeln – Zeit, in der man lernt zu streiten und sich wieder zu versöhnen – Zeit, um den Partner immer besser (blind) zu verstehen.
Zeit zum zusammen wachsen.

2) Wachstum geschieht von innen heraus

Es kann hilfreich sein, sich Anregungen für die Beziehung von „außen“ zu holen. Anregungen können das Lesen von Büchern, der Austausch mit anderen Paaren oder der Besuch eines Beziehungsseminars etc. sein.

Aber: Alles Gelesene, Gehörte, Empfohlene ist untauglich, wenn es nicht der inneren Überzeugung und dem Empfinden der Partner entspricht. Wenn etwas wachsen soll, dann muss es von innen heraus geschehen – d.h. es muss verinnerlicht sein. Etwas von außen an die Beziehung „Angepapptes“ taugt nichts!

3) Wachstum geht gleichzeitig aber nicht gleichmäßig

In der Beziehung wird es immer wieder einzelne Aspekte geben, die besonders in den Blick genommen werden. Das können die unterschiedlichsten Dinge (Gespräch, Hobbies, Entscheidungen, …) sein. Durch die Beschäftigung mit einem konkreten Punkt, wächst die Beziehung manchmal an dieser Stelle schneller, als an den anderen. Das heißt aber nicht, dass der Rest nicht auch wächst – eben einfach etwas weniger schnell.

4) Das Stadiengesetz

Manchmal entdeckt man eine neue, besondere Tiefe in der Beziehung, ohne eine spezielle Ursache ausmachen zu können. Darüber kann man sich schlicht und ergreifend freuen und darauf vertrauen, dass es solche Momente immer wieder geben wird! Wachstum ist weder reine Kopf- noch reine Herzsache. Eine gesunde Mischung aus aktiv mit dem Kopf steuern und einem offenen Herzen (und Geduld) ist das Rezept!

Anregungen zum Austausch

  • Welche Ereignisse haben uns im Laufe unserer Beziehung zusammenwachsen lassen? Während welcher Lebensphase haben wir näher zusammengefunden? Gab es dafür einen Grund?

  • Wo oder woran wachsen wir gerade?

  • Wo wünsche ich mir noch mehr Wachstum in unserer Beziehung?

 

Bildquelle: https://www.taste-of-power.de/balance-zwischen-kopf-und-herz/