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Ora et labora

Vergangene Woche hatten wir einen Tag Zeit. Unsere Kinder waren versorgt und wir wollten mal wieder so richtig im Haushalt und auf den Schreibtischen für Ordnung sorgen. Dinge erledigen, die wir schon lange herausgeschoben haben. Arbeiten, die irgendwie keinen Spaß machen… Bevor es so richtig losging und unser Tatendrang kaum noch aufzuhalten war, hatte meine Frau eine gute Idee: Für jede Aufgabe die wir heute auf unserer To-Do Liste stehen haben und auch noch schaffen, legen wir einen Zettel zum Bild der Gottesmutter. Sie sorgt dafür, dass wir uns nicht im nebeneinander her werkeln verlieren und vor allem auch die Arbeit mit etwas Nützlichem verbinden: dem Gebet. Ora et labora – beten und arbeiten also…

Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/papier-blatt-zerkn%C3%BCllt-nahaufnahme-894361/

So kann ich zB die Steuererklärung für unseren Sohn schreiben, damit er weniger Angst hat, wenn er alleine ist. Oder die Sortierung der Schulunterlagen fällt meiner Frau leichter, wenn sie besonders für den vorlauten und aus schwierigen Verhältnissen stammenden Schüler tut. Das Einordnen der Versicherungsbelege machen wir für die kranke Uroma und das Staubwischen für die gute Freundin, die es gerade in ihrer Ehe nicht so einfach hat. So bekam jede Aufgabe einen tieferen Sinn, ein Gebet mit unseren Händen. Und irgendwie war das ein gutes Gefühl, etwas nicht nur für uns zu tun, sondern es zu „schenken“, damit die Gottesmutter mit unserem Arbeiten wirken kann. Und zudem: Die so lange aufgeschobenen Dinge waren endlich erledigt und auf der ToDo-Liste abgehakt.

In der heutigen Zeit zu zweit laden wir ein, über folgende Fragen zu sprechen:

  • Welche Aufgaben schieben wir schon länger vor uns her und grauen uns vor ihnen?
  • Woran liegt das?
  • Was können wir tun, damit wir diese Aufgaben mit einem schöneren Sinn versehen, wie zB ein gutes Gespräch, ein Gebet oder ein Opfer für andere?
  • Worauf freuen wir uns, womit belohnen wir uns, wenn die diese Aufgaben erledigt haben?

Viel Freude beim Beten und Arbeiten an den aufgeschobenen Dingen. Es lohnt sich!

Sendungsfeier des 17. Kurses der Akademie für Ehe und Familie in München

Bereits am 20. Juli sandte Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising, die Absolventenpaare des 17. Kurses der Akademie für Ehe und Familie. Insofern eine Besonderheit, weil erstmals in der Geschichte der Akademie ein Kurs im Münchener Schönstattzentrum Klein-Schönstatt angeboten worden war. Unter der Leitung von Judith und Andreas Gerner (Laupheim), Anna-Maria und Johannes Liebl (Wildsteig) sowie Pater Stefan Strecker (München) konnten 10 Ehepaare die Sendung empfangen und gehen jetzt voll Motivation und Tatendrang als Ehe- und Familientrainer ans Werk.

Der Sendungsgottesdienst war eingebettet in die Feierlichkeiten zum 60. Jubiläum des Münchener Schönstattzentrums. Die festliche Atmosphäre war der passende Rahmen für die Aussendung der Absolventenpaare. Jedes Ehepaar stellte zunächst sich und die individuellen Schwerpunkte vor, die sich im Lauf der zweijährigen Ausbildung herauskristallisiert hatten. Wie bereits während der Ausbildung waren auch diese Statements präzise, auf den Punkt und dabei doch ganz individuell und Ausdruck der Identität der jeweiligen Familie. Kardinal Marx predigte dann auch sehr biographisch und persönlich – er nahm das 50. Jubiläum der Mondlandung zum Anlass, von seinem eigenen Lebensweg zu berichten. Bei der Sendung dann griff er die Vorstellung der Ehepaare auf und sandte die einzelnen Paare mit sehr persönlichen Worten in ihre neue Aufgabe.

Nach dem Festgottesdienst konnten sich die Teilnehmer am Buffet kräftigen. Für die geistliche Stärkung sorgte im Lauf des Abends der frisch geweihte Pater Felix Geyer, der zu vorgerückter Stunde allen Interessierten den Primizsegen spendete. Der Akademiekurs und Gäste ließen es sich derweil nicht nehmen, den freudigen Anlass noch gebührend und ausdauernd zu feiern.

Bildquelle: Martin Ledermann

Ich lasse mich nicht hetzen

Ein Freund berichtet:

„Beim Betreten des Supermarktes verschlägt es mir die Sprache. Auf einem großen Schild lese ich „Herbstgebäck“ und darunter finden sich Spekulatius, Lebkuchen und Dominosteine.

Nein, ich lasse mich nicht hetzen. Ich bestimme selbst, wie lange ich mich auf Weihnachten vorbereiten werde. Dieser Freiraum ist mir wichtig. Sonst entsteht eine Betriebsamkeit, ein Drängen und Drücken, dass mir schadet.

Der Zeitdruck, jetzt schon an Weihnachten zu denken, habe ich herausgenommen. Ich brauche Zeit für mich, um mein Leben begeistert zu gestalten.

Und schon spüre ich in mir eine Motivation, die mir Kraft gibt. „Nichts ohne Dich, nichts ohne uns“, sagen wir in Schönstatt gerne.

Angenommen sein ohne Wenn und Aber, das begeistert mein
Leben und stärkt meine Originalität. Und lässt mich meiner Wege gehen und mich wachsen, langsam oder auch schnell, so wie ich es mag. „

Bildquelle: https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/503340/weihnachtsgeback-erobert-osnabruck#gallery&0&1&503340

Der Text hat uns angesprochen. Bei uns begann vor kurzem das neue Schuljahr. Alles neu, Umstellung, voller Terminkalender und Betriebsamkeit. Wie sollen wir das alles schaffen? Woher nehme ich die Zeit und vor allem, wie stressen wir uns so sehr?

Nehmen wir uns in der Zeit zu Zweit bewusst folgende Fragen vor:

  • Wovon lassen wir uns in der Partnerschaft aktuell hetzen?
  • Welche Sorgen machen uns müde?
  • Mit welchen Maßnahmen können wir dagegen angehen?
  • Was tut uns gut und gibt uns die nötige Kraft und Ruhe?
  • Welchen Vorsatz nehmen wir beide uns für die kommende Zeit?

Wir wünschen gute Gespräche, stressfreie Tage und ein gutes Miteinander!

Auszeit im Alltag

Bei uns ist gerade Ferienzeit. Entspannung, Ruhe und gemeinsame Zeit stehen auf der Tagesordnung. Fahrten zu Oma und Opa oder eine Woche Urlaub am Wasser. Mit dem Ziel sich Zeit zu nehmen, dort wo es uns gut geht. Trotzdem – so manche Dinge nehmen wir uns vor: Dinge, die wir sonst im Alltagstrott nicht schaffen: Keller aufräumen, den Schreibtisch wieder auf Vordermann bringen und die 1. Mahnung für die Abgabe der Steuererklärung müsste auch demnächst per Post kommen.

Bildquelle: https://pixabay.com/photos/young-woman-meadow-concerns-rest-2194038/

Eigentlich komisch, dass wir uns dann, wenn wir. zur Erholung kommen wollen unsere Zeit mit Arbeit verplanen. Wäre doch schade, wenn wir aus dem Urlaub zurückkehren und uns dann erneut nach Entspannung sehnen. Wie wäre es, wenn wir dies schaffen in den Alltag zu integrieren? Gibt es solche Auszeit-Momente?

Es kann zum Beispiel mit leichter und gesunden Ernährung anfangen: viel frisches Obst und Gemüse, Joghurts, Säfte und selbst gebackenes Brot sorgen für gute Laune und mehr Antrieb. Und dann viel Zeit nehmen und den Tag mit einem leckeren Frühstück beginnen. Ohne Hektik.

Entspannung pur kann aber auch Ernährung für die Seele sein: ein gutes Buch zum Beispiel. Keine Fachlektüre, sondern ein Thema aussuchen, das mich wirklich begeistert.

Wir laden ein in der „Zeit zu Zweit“ darüber in´s Gespräch zu kommen:

  • Bei welcher Tätigkeit tanken wir jeweils auch im Alltag auf?
  • Was wünschen wir uns von unserem Partner um die Alltagsstunden zu zweit wirklich wertvoll und positiv zu gestalten?
  • Wie gestalten wir unseren Urlaub um dort wirklich zur Ruhe kommen zu können und Erholung zu haben?
  • Welche „Zeitfresser“ gilt es im Alltag zu optimieren?

Viel Spaß beim gemeinsamen Auszeit nehmen!

Wo braucht Gott mich heute?

Bei einem Impulsabend kamen wir mit anderen Familien und einem Priester ins Gespräch über das Thema Seelsorge. Bei diesem „großen“ Begriff, den wir ja oft nur Priestern oder Hauptamtlichen zuordnen, kamen wir darauf, dass wir in unserer Zeit alle dazu berufen sein können „Seelsorger/Innen im Alltag“ zu sein. So erzählte uns vor kurzem ein Freund, dass er unzufrieden in seinem Job ist und er eigentlich mit seiner kleinen Familie wieder näher zu den Großeltern wollte. Einige wenige Fragen brachten ihn dazu über eine Stunde von seinen verschiedenen Überlegungen zu erzählen und wir merkten, wie etwas in ihm reifte, indem er seine Gefühle in konkrete Worte fassen konnte.

https://pixabay.com/photos/parasol-sun-sunbathing-beach-sand-3540983/

Wir sind konkret gefordert – oft im Kleinen und mitten im Alltag. Was heißt das nun konkret? Die Augen und Ohren und vor allem das Herz offen halten für andere. Mit ihnen im Gespräch sein, Fragen stellen, zu hören und Zeit schenken.

Stellen wir uns doch die Fragen:

  • Wo brauchst du mich heute oder morgen, mein Gott?
  • Warum bin ich heute genau diesen Menschen begegnet?
  • Wie willst du durch mich wirken?
  • Wo können wir als Paar spüren, dass Gott uns braucht

Wir laden ein in der Zeit zu Zweit darüber ins Gespräch zu kommen und diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Bildquelle: https://www.soft-skills.com/die-vier-arten-des-zuhoerens/

„Ich bin mehr wert als alle Bewertungen“ – 17. Absolventenkongress der Akademie für Ehe und Familie

www.schoenstatt.de berichtet über den 17. Absolventenkongress der Akademie für Ehe und Familie

Michael Defrancesco/Hubertus Brantzen. Daumen hoch – gefällt mir: Das ist nicht nur die Bewertung des 17. Absolventenkongresses der Akademie für Ehe und Familie in der Bildungsstätte Marienland auf Berg Schönstatt, sondern auch das Thema des Wochenendes: Wie lebt es sich in einer Bewertungsgesellschaft?

Bewertungen (Foto: Keith Johnston/Bruno Glätsch auf pixabay.com)
Bewertungen (Foto: Keith Johnston/Bruno Glätsch auf pixabay.com)

Weiterlesen > Bericht vom 24. April 2019

Auf Gottes Stimme hören

Am vergangenen Wochenende sind wir mit befreundeten Familien im Urlaub gewesen und in einem Gespräch haben wir uns über die Spurensuche unterhalten. Wie geht das eigentlich? Wie können wir Gott in unserem Alltag wahrnehmen? In der täglichen Hektik fällt es uns manchmal echt schwer am Ende eines Tages auch nur an einen Moment zu denken, an dem wir Gottes Stimme hören konnten bzw. spüren konnten. Im Gespräch fielen uns ein paar Beispiele ein: Ein Hinweis aus der Natur, ein gutes Gespräch oder eine schmerzliche Erfahrung. Mit folgender „Anleitung“ geht es vielleicht etwas einfacher, Spurensuche zu betreiben:

  1. Bewusst Zeit nehmen in Stille
  2. konkret eine Frage stellen
  3. offen für die Antwort sein
Bildquelle: https://pixabay.com/photos/sand-footsteps-footprints-beach-768783/

Wir regen an in der Zeit zu Zeit über folgende Fragen ins Gespräch zu kommen:

  • Welche Fragen beschäftigen mich gerade?
  • Wie nimmst Du Dir als Einzelperson Zeit für die Spurensuche?
  • Mit welcher Übung oder mit welchem Ritual gehen wir als Paar auf Spurensuche?
  • Welche Antworten hat mir Gott schon einmal gegeben und auf welche Weise?

Traditionen

Wir haben uns dieses Jahr bewusst an Ostern dafür entschieden einmal NICHT mit unseren Kindern und Sack & Pack zur Großfamilie zu fahren, sondern ganz für uns als Familie das Auferstehungsfest zu feiern. In Ruhe und Gelassenheit, ohne Stress. Dabei fiel uns auf, dass es gar nicht so einfach ist, die Familientraditionen einfach so nachzumachen bzw. diese einfach so nicht zu machen.

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